Anna Gasser triumphiert bei Big-Air-Weltcupfinale in Quebec City

0
466
Anna Gasser
Anna Gasser

Im Stile eines großen Champions hat Anna Gasser ihrer überragenden Big-Air-Weltcupsaison ein abschließendes Glanzlicht aufgesetzt! Die Kärntnerin triumphierte am Samstagabend (Ortszeit) beim sechsten und letzten Saisonbewerb in dieser Disziplin in Quebec City (CAN) mit 165,00 Punkten vor der US-Amerikanerin Julia Marino (162,50) und der erst 15-jährigen Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott (151,00).

Damit hat Gasser bei fünf Big-Air-Starts in diesem Winter vier Siege gefeiert (Mailand, Alpensia, Mönchengladbach, Quebec City) und zudem in Moskau einen zweiten Platz geholt. Zusammen mit dem Slopestyle-Heimtriumph am Kreischberg hält die Millstätterin nun bereits bei fünf Weltcupsiegen, denen sie am Sonntagnachmittag einen weiteren folgen lassen könnte, hat sie doch in der Qualifikation für den heutigen Slopestyle in Stoneham die Bestnote erhalten.

Im Big Air zeigte Gasser im ersten von drei Finalsprüngen einen „Cab Double Cork 900“, für den sie 87,25 Punkte erhielt. Im zweiten Versuch geriet der „Backside 720“ ein wenig zu kurz, die Wertung blieb daher mit 57,00 Zählern entsprechend niedrig. Doch im letzten Run gelang Gasser die Ausführung dieses Sprungs wesentlich besser. Der Lohn dafür waren 77,75 Punkte, die Gasser reichten, um sich vom dritten Zwischenrang noch auf Platz eins zu katapultieren.

„Bei den frostigen Temperaturen hier war es nicht leicht zu fahren, deshalb bin ich sehr happy, dass ich meine Sprünge gut hinuntergebracht habe und mich gegen starke Konkurrenz durchsetzen konnte. Mit dem Wissen, den Gesamtweltcup und die Big-Air-Wertung in der Tasche zu haben, fährt es sich natürlich um einiges leichter“, sagte Anna Gasser, die am WM-Schauplatz von 2013 den Gewinn des Freestyle-Gesamtweltcups, der Big-Air-Kristallkugel und der „FIS Super Series“, die sich aus den City-Events in Mailand, Mönchengladbach und Quebec City zusammengesetzt hat, fixieren konnte.

Bei den Herren durften sich die kanadischen Fans über einen Doppelsieg der Lokalmatadore Mark McMorris und Max Parrot freuen. Dritter wurde der Russe Anton Mamaev. Das ÖSV-Trio Philipp Kundratitz (33.), Alois Lindmoser (44.) und Clemens Schattschneider (56.) blieb an der Qualifikationshürde hängen. Mit dem Heimerfolg schnappte sich McMorris auch noch die kleine Big-Air-Kristallkugel. Bei Punktegleichheit mit Parrot gab die höhere Anzahl an Saisonsiegen für McMorris (2:1) den Ausschlag.