Eishockey – Wie geht es nun in Kärnten weiter?

VST Adler Voelkermarkt vs ESC RegYou Steindorf. AHC Kärnten Division I. Player . Eishalle, Völkermarkt, Kaernten, Austria am 8 November 2017 Foto: Krawagner
VST Adler Voelkermarkt vs ESC RegYou Steindorf. AHC Kärnten Division I. Player . Eishalle, Völkermarkt, Kaernten, Austria am 8 November 2017 Foto: Krawagner

Am Mittwoch, den 29. November trafen sich in Laibach (SLO) Vertreter des ÖEHV, KEHV und der FISG zu Gesprächen über die Teilnahme italienischer Vereine an diversen Kärntner Eishockeyligen. Trotz aller Bemühungen und einem positiven Gesprächsklima zwischen den beteiligten Verbänden, ist das Ergebnis negativ für die italienischen Vereine ausgefallen.
Der Grund für das Meeting der drei Eishockeyverbände war, wie bereits in der ÖEHV Presseaussendung vom Freitag, 24. November 2017 erläutert, die Teilnahme von italienischen Vereinen an drei Ligen des KEHV. Durch die fehlende Zustimmung der FISG stellten die Spiele zwischen österreichischen und italienischen Vereine einen Verstoß gegen die Bestimmungen des Internationalen Eishockeyverbandes dar und es kam zu einer Anzeige beim IIHF.

Bereits im Vorfeld des Treffens mit der FISG kam es zu einem klärenden Gespräch zwischen Vertretern des ÖEHV und jenen des Kärntner Eishockeyverbandes. Dabei wurden die unterschiedlichen Interpretationen zur rechtlichen Lage diskutiert und man einigte sich auf eine gemeinsame Verhandlungsstrategie mit dem Ziel, eine Spielerlaubnis für die italienischen Vereine zu erwirken. Wie vom ÖEHV bereits klar kommuniziert wurde, können Spiele zwischen italienischen und österreichischen Vereinen nur mit Zustimmung der FISG und des ÖEHV durchgeführt werden.

Am anschließenden Treffen mit der FISG nahmen auch Vertreter eines betroffenen Vereins aus Toblach teil. Hier wurde klargestellt, dass die italienischen Vereine rechtzeitig – nämlich gleichzeitig mit der Spielgenehmigung für die Saison 2016/17 – durch die FISG darüber informiert wurden, dass eine Zustimmung zur Teilnahme an Spielen in Kärnten für die Saison 2017/18 nicht erteilt werden wird. Eine unterschiedliche Interpretation der Rechtslage führte auch zu kurzzeitigen Unstimmigkeiten zwischen dem KEHV und dem ÖEHV, welche aber schnell wieder beigelegt wurden.

Trotz intensiven Gesprächen mit dem Vertreter der FISG konnte kein Kompromiss in der Causa gefunden werden. Die Aussage von italienischer Seite war klar und eindeutig: Es wird keine Freigabe für die italienischen Vereine geben. Für die ebenfalls bestehenden Spielgemeinschaften im Nachwuchsbereich wurde jedoch ein Lösungsweg offengelassen. Unter der Voraussetzung, dass kein Spiel auf italienischem Gebiet stattfinden wird und alle italienischen Nachwuchsspieler per internationalem Transfer zum ÖEHV wechseln, können die Vereine weiterhin zusammenarbeiten. Jede mögliche Unterstützung von Seiten des ÖEHV und des KEHV für einen Erhalt dieser Nachwuchs-Spielgemeinschaften wurde zugesagt.

Wie geht es nun in Kärnten weiter? Der KEHV sagt der FISG und dem IIHF schriftlich zu, die italienischen Vereine aus den Kärntner Ligen auszuschließen und ohne Zustimmung der FISG wird es auch in Zukunft keine Spiele gegen italienische Vereine geben. Somit ist der Ligabetrieb in Kärnten auch von Seiten des ÖEHV wieder ohne Einschränkungen möglich. Die weitere Ligakoordination, wird jetzt seitens des KEHV in Angriff genommen und es wird für alle betroffenen Ligen eine praktikable Lösung geben. ÖEHV und KEHV haben sich mit aller Kraft für den Verbleib der italienischen Vereine eingesetzt und bedauern, dass eine Zustimmung der FISG nicht erreicht werden konnte.

Quelle: eishockey.at