Bayern trotz 3:1 im Schlager gegen PSG nur CL-Gruppen-2.

Bayern München hat am Dienstagabend mit ÖFB-Star David Alaba den Champions-League-Schlager gegen Paris St. Germain mit 3:1 gewonnen. Deutschlands Rekordmeister musste sich trotzdem in der Gruppe B mit Rang zwei begnügen, da er die Franzosen nur bei einem Sieg mit vier Toren Unterschied noch von Rang eins verdrängt hätte. PSG verabsäumte es, die Gruppenphase mit dem Punktemaximum zu beenden.

Den Sprung ins Achtelfinale schafften am Dienstag Manchester United (2:1 gegen ZSKA Moskau), der FC Basel (2:0 bei Benfica Lissabon/jeweils Gruppe A), die AS Roma (1:0 gegen Karabach Agdam/C) und Juventus Turin (2:0 bei Olympiakos Piräus/D).

Die Münchner legten in der Allianz-Arena einen Traumstart hin. Nach einem Coman-Kopfball klappte die Pariser Abseitsfalle nicht und Robert Lewandowski staubte zum 1:0 (8.) ab. Auf der anderen Seite deutete erstmals Neymar seine Gefährlichkeit an, schob aber am Tor vorbei (34.). Die Bayern zeigten sich demgegenüber als Meister der Effizienz. Nach perfekter Rodriguez-Flanke hatte Corentin Tolisso (37.) wenig Mühe, per Kopf zu vollenden. Neymar scheiterte wenige Minuten später auch noch an Bayern-Goalie Sven Ulreich.

Die Gastgeber gingen daher mit einer zumindest deutlich realistischeren Chance als zu Beginn auf den Gruppensieg in die zweite Hälfte. Dort setzte es aber gleich eine kalte Dusche. Nach einem Cavani-Lupfer verkürzte Kylian Mbappe (50.) per Kopf. Es war der vierte Saisontreffer für den Ex-Monaco-Stürmer und das 16. Tor des PSG-Traumsturm-Trios. Neymar ging diesmal leer aus, auch der Brasilianer brachte damit nicht das Kunststück zuwege, in allen sechs Gruppenspielen in der Champions League zu treffen.

Die Bayern legten durch Tolisso, der am Elfer nach schöner Coman-Vorarbeit traf, noch das 3:1 (69.) nach und revanchierten sich für die 0:3-Niederlage in Paris am 27. September. Alaba kehrte dabei nach zwei verpassten Pflichtspielen wegen Rückenproblemen und einem zehnminütigen Kurzeinsatz am Samstag gegen Hannover in die Startformation der Münchner zurück. Sein Landsmann Marco Friedl saß auf der Bank.

Platz eins ging sich für die Truppe des 72-jährigen Trainers Jupp Heynckes aber nicht mehr aus. Den sicherte sich PSG trotz der zweiten Pflichtspiel-Niederlage nacheinander nach dem 1:2 in Straßburg in der Liga am Samstag. Rang drei sicherte sich Celtic Glasgow trotz einer 0:1-Niederlage gegen Anderlecht.

In der Gruppe A holte sich Manchester United mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel Rang eins. ZSKA Moskau lag durch einen Vitinho-Treffer (45.) zwar voran, Romelu Lukaku (64.) und Marcus Rashford (66.) sorgten nach dem Seitenwechsel aber mit einem Doppelschlag innerhalb von 66 Sekunden für die Wende. Das Team von Trainer Jose Mourinho ist damit zu Hause schon 40 Pflichtspiele unbesiegt.

Ebenfalls den Aufstieg sicherte sich der FC Basel. Der Schweizer Serien-Champion behielt bei Benfica Lissabon mit 2:0 die Oberhand. Neben Mohamed Elyounoussi (5.) trug sich auch die Salzburg-Leihgabe Dimitri Oberlin (65.) per Flugkopfball in die Schützenliste ein.

In Pool C holte sich die AS Roma im Finish noch den Gruppensieg. Den Italienern reichte dafür ein durch Diego Perotti (53.) sichergestellter 1:0-Heimsieg gegen Karabach Agdam, da Chelsea im Parallelspiel gegen Atletico Madrid über ein 1:1 nicht hinauskam. Saul Niguez (56.) brachte die Spanier, die in die Europa League umsteigen, in Führung, ein Eigentor von Stefan Savic (75.) verhinderte aber einen Triumph der Mannschaft von Coach Diego Simeone.

In der Gruppe D blieb der FC Barcelona auch in der sechsten Partie unbesiegt. Beim 2:0-Erfolg gegen Sporting Lissabon waren ein Kopftor von Paco Alcacer (59.) und ein Eigentor von Jeremy Mathieu (91.) entscheidend. In Heimspielen in der „Königsklasse“ sind die Katalanen jetzt schon 24 Partien ungeschlagen. Juventus sicherte sich dahinter Rang zwei, erfüllte die Pflichtaufgabe in Piräus dank Toren von Juan Cuadrado (15.) und Federico Bernardeschi (90.) souverän.