Die Zwischenrunde der AHC Division 1 biegt in die Zielgerade und während Regyou Steindorf den ersten Platz und damit den Halbfinaleinzug schon sicher in der Tasche hat, geht der Kampf um die beste Ausgangssituation für das Viertelfinale heute weiter. Auf den zweiten Platz haben die VST Adler Wild Völkermarkt die besten Chancen. Doch dafür muss die Mannschaft von Trainer Guido Moser vor heimischen Publikum heute die Hornissen von LiWOdruck Spittal biegen. Der 1. EHC Althofen muss in Steindorf bestehen. Spielbeginn bei beiden Spielen ist 19 Uhr. Aber ist Platz zwei so erstrebenswert? Dann würde im Viertelfinale der UECR Huben warten. Die Osttiroler schwächelten zwar in der unteren Gruppe der Zwischenrunde, haben aber viel Potential und sind besonders in der eigenen Arena vor den heißblütigen Fans eine Macht. Johannes Warscher, Martin Pewal, Alexander Riepler, Kevin Veider und Co. können – so sie ihre Form aus dem Grunddurchgang wiederfinden – sicher jedem Team gefährlich werden.

Das Spiel in Völkermarkt scheint am Papier eine klare Sache für die Hausherren. Drei Spiele gab es in dieser Saison, dreimal gingen Hannes Enzenhofer, Sandro Seifried, Sandro Czechner und Co. als Sieger vom Eis: 7:2 zum Auftakt der Zwischenrunde, 5:3 und 4:3 im Grunddurchgang. Und geht es nach dem letzten Aufeinandertreffen müssen sich die Oberkärntner besonders vor einem Duo besonders in Acht nehmen. Peter Mateika und David Schuller scorten beim letzten Aufeinandertreffen am Fließband. Mateika kam auf drei Tore und einen Assist, Schuller traf einmal und leistete gleich zu fünf Treffern seines Teams die Vorarbeit. Vor dem Duo ,,Schuteika“ zittert die ganze Liga. Heute wird Patrick Edlinger die perfekt harmonierenden Cracks als dritter Mann der ersten Linie unterstützen. Gespannt darf man auch sein, ob die zweite Linie der VST Adler Wild Völkermarkt ihre Hochform halten kann: Sandro Czechner, Lukas ,,leg dich mit keinem unter 1,90 an“ Titze und Sandro Seifried waren zuletzt beim Sieg in Althofen nicht zu stoppen. In der dritten Linie gibt es heute ein Debüt: Der 17-jährige Simon Peketz darf zum ersten Mal bei den großen ran.

VST Adler Völkermarkt vs 1.EHC Althofen. AHC Division I. Player . Eishalle, Völkermarkt, Kaernten, Austria am 6 December 2017 Foto: Krawagner
VST Adler Völkermarkt vs 1.EHC Althofen. AHC Division I. Player . Eishalle, Völkermarkt, Kaernten, Austria am 6 December 2017 Foto: Krawagner

,,Wir wollen siegen und Zweiter werden. Egal gegen wen wir dann im Viertelfinale spielen“, stellt VST-Coach Guido Moser klar. Auf drei Spieler müssen die Völkermarkter heute verzichten: Harry Ofner ist beruflich verhindert, Heiko Ofner erwartet in der kommenden Woche das okay vom Arzt und Thomas Rack weilt in New York. ,,Nach den zuletzt gezeigten Leistungen und auch was ich im Training gesehen habe, darf Spittal heute kein Stolperstein sein. Die bisherigen Ergebnisse zwischen uns sind aber vernachlässigbar. Das ist ein neues Spiel. Wir starten bei null zu null“, meint Moser weiter.
Bei den Hornets Spittal hat man nicht unbedingt Freude mit der Zwischenrunde. ,,Das ist nur meine persönliche Meinung aber ich bin überhaupt nicht glücklich mit diesem Modus. Er bringt keinem was. Ich hätte noch eine Runde im Grunddurchgang gespielt und das Heimrecht bei diesen Spielen ausgelost“, sagt Pressechef Hans Smoliner. Den Hornets fehlen die Langzeitverletzten Paul Spittau und Daniel Wernisch. Die Liga boomt zwar, aber Smoliner sieht die Entwicklung sehr kritisch. ,,Alle reden von Nachwuchsarbeit und dann werden ausrangierte EBEL-Cracks geholt – einer nach dem anderen. In Steindorf spielt doch kein Steindorfer mehr.“ Vor dem heutigen Gegner hat Smoliner Respekt: ,,In den letzten Jahren waren sie immer in der unteren Hälfte der Tabelle zu finden. Sie haben sich sehr gezielt und gut verstärkt. Das wird heut nicht leicht, aber wir wollen die bestmögliche Leistung bringen und in Play-off-Form kommen. Es geht ja schon nächste Woche los“, nimmt Smoliner etwas Druck von seinem Team. Was heute für ein spannendes Spiel spricht? Die Spittaler feierten ihren einzigen Sieg in der Zwischenrunde auswärts (3:2 n. V. in Althofen) und im Grunddurchgang fand die knappeste Begegnung dieser beiden Teams in Völkermarkt statt. Da siegten ,,Schuteika“ und Co. vor den heimischen Fans ,,nur“ knapp mit 4:3. Und Spittal-Coach Rene Wild hat ja immer betont, dass Ergebnisse für ihn in der Zwischenrunde nicht wichtig sind: ,,Die Defensive verbessern“, war Wilds Motto für die Zwischenrunde, ,,dann kommen gute Ergebnisse automatisch“. Heute können Kapitän Kevin Essmann, Marko Zorec und Co, beweisen, dass sie auf einen guten Weg sind.

EC Liwodruck Spittal vs EC Oilers Salzburg. AHC Division I. Wechselberger David (#25 EC Oilers Salzburg) Zorec Marco (#38 EC Liwodruck Spittal) Zauchner Rene (#1 EC Liwodruck Spittal). Eis Sport Arena, Spittal, Kaernten, Austria am 9 December 2017 Foto: Krawagner
EC Liwodruck Spittal vs EC Oilers Salzburg. AHC Division I. Wechselberger David (#25 EC Oilers Salzburg) Zorec Marco (#38 EC Liwodruck Spittal) Zauchner Rene (#1 EC Liwodruck Spittal). Eis Sport Arena, Spittal, Kaernten, Austria am 9 December 2017 Foto: Krawagner

In der unteren Gruppe empfangen heute die Eisbären Huben die Piraten aus Velden. Huben ist ja in der Platzierungsrunde noch punktelos, die Veldener mussten zuletzt beim 5:8 gegen Salzburg die erste Niederlage einstecken. Huben will unbedingt den Sieg, um die Unform der letzten Wochen abzulegen.
Liebe Eishockeyfreunde – ab in die Hallen, gute Spiele in Huben, Steindorf und Völkermarkt sind garantiert. Keine Zeit – dann den Livestream von VST Adler Wild Völkermarkt gegen die Hornets von LiWOdruck Spittal einschalten.

Rüdiger Wratschnig

P.S. Zur Kritik wegen der vielen Ex-Ebel-Spieler in der Liga: Ich bin froh, solche Leute in der Division 1 zu sehen. Sie ziehen Fans an, steigern das Niveau und junge Spieler können wahnsinnig viel von Ihnen lernen. Aber auf den eigenen Nachwuchs darf natürlich nicht vergessen werden. Sie sind die Zukunft des Kärntner Eishockey.

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