Auf Wiedersehen Pöck: Das Ende einer kurzen, turbulenten Ära
Der SV ASKÖ Holzbau Gasser Ludmannsdorf und sein Trainer Andreas Pöck gehen getrennte Wege – und das, obwohl der Verein ursprünglich vorhatte, die Partnerschaft auszubauen. Doch manchmal dauert das Zögern eben eine Spur zu lange. Pöck hatte, auch berufsbedingt, die Rosentaler baumeln lassen, und Ludmannsdorf entschied sich schließlich, den Deckel zuzumachen. Ein unglückliches Ende für eine Zusammenarbeit, die gerade mal seit Juni 2025 lief – fast schon normal und kein Trennungsrekord im Unterliga-Fußball.

Das Desaster von Feldkirchen: Pöck hielt Däumchen für Österreich
Was war denn da los? Die 0:8-Niederlage gegen den SV Feldkirchen könnte als Schlusspunkt wirken – aber Überraschung: Ausgerechnet als Pöck bei der Eishockey-WM in der Schweiz die Daumen für Österreich drückte, kollabierte seine Mannschaft kollektiv.
Der Vertreter Stefan Jachs-Schaunig musste mit einem Notfall-Aufgebot von gerade mal 14 Spielern in die Höhle des Löwen – mit vorhersehbarem Ergebnis. War das also der Grund für den Trainer-Wechsel? Eher nicht. Die Verantwortlichen betonen: Das Desaster spielte keine ausschlaggebende Rolle. Ein diplomatischer Seitenhieb, wenn man so will.
Das Wort der Obfrau: Dankbarkeit trotz Trennung
Von Japan aus – wo Obfrau Reg. Rat Christine Gaschler-Andreasch gerade eine wohlverdiente Urlaubsreise genießt – lässt sie es klipp und klar wissen: Mit Andreas Pöck herrschte Eintracht. „Wir hatten mit ihm ein sehr gutes Auskommen und sind ihm wirklich dankbar”, betont die Obfrau. Besonders würdigt sie Pöcks spontane Bereitschaft, nach dem Abgang von Wolfgang Eberhardt diese junge Mannschaft zu übernehmen – eine Geste, die in der Vereinshistorie nicht vergessen sein wird. Die Botschaft ist unmissverständlich: Pöck ist als Trainer und Mensch absolut zu schätzen, beruflich überaus erfolgreich, und jederzeit in Ludmannsdorf willkommen. Das ist keine kalte Abschiedsmitteilung, sondern ein Dankschön mit Türoffner.
Wolfgang Thun-Hohenstein übernimmt: Eine Legende kommt
Und dann kam die Erlösung: Wolfgang Thun-Hohenstein, gerade eben beim SV Glanegg abgetreten, sitzt jetzt im Ludmannsdorfer Trainerstuhl. Kein Unbekannter, sondern eine echte Legende des Kärntner Unterhaus-Fußballs. Der Mann weiß, wie man Tugenden schafft und Strukturen aufbaut. Schon kommenden Dienstag wird er zum ersten Mal die Trainingstruppe leiten – und da heißt es wohl: Sleeves hochkrempeln und ran an die Arbeit.
Stabilität statt Abenteuer: Das neue Ludmannsdorf-Programm

Foto: Hermann Sobe
Das Ziel ist klar gesteckt: Der Verein will sich abhärten und aus dem lokalen Fußball-Becken die besten Talente fischen und langfristig in der Kampfmannschaft integrieren. Nicht irgendwelche flüchtigen Star-Allüren, sondern bodenständiger Aufbau mit regionaler Verwurzelung. Das ist die Marschrichtung unter Thun-Hohenstein – eine Ansage an die Konkurrenz und an die eigene Community.
Was denkst du: Kommt Ludmannsdorf mit der neuen Führung zurück auf die Erfolgsspur? Oder war das Pöck-Kapitel nur ein Vorgeschmack auf turbulentere Zeiten?
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