Rechtsmittelsenat bestätigt Entscheidung des Frauenprotestkomitees
Der ÖFB hat am Freitag (19. Juni 2026) auf seiner Homepage bekannt gegeben, dass der Rechtsmittelsenat die Berufung des SV Hirter Kraig gegen die Wertung des Zweitliga-Spiels gegen den FC Pinzgau Saalfelden abgewiesen hat. Damit bleibt der Beschluss des Frauenprotestkomitees vom 27. Mai 2026 aufrecht.
Kurioser Spielbericht sorgte für Streitfall
Auslöser des Verfahrens war das Meisterschaftsspiel der 15. Runde am 22. März 2026, das der FC Pinzgau Saalfelden auswärts mit 3:2 gewann. Für Diskussionen sorgte die Nominierung von Joie Tamara Preimel: Die Spielerin stand von Beginn an auf dem Platz, war im Online-Spielbericht jedoch lediglich als Ersatzspielerin eingetragen. Gleichzeitig schienen in der Startelf offiziell nur zehn Spielerinnen auf.
Preimel wurde in der 23. Minute ausgewechselt, dennoch absolvierte der FC Pinzgau die gesamte Begegnung mit elf Spielerinnen.
Erste Entscheidung gekippt
Nach einem Einspruch des SV Hirter Kraig hatte der 1. Senat der Österreichischen Fußball-Bundesliga die Partie zunächst mit 3:0 und drei Punkten für die Kärntnerinnen strafverifiziert. Der FC Pinzgau legte dagegen Protest ein und bekam vor dem Frauenprotestkomitee Recht. Dieses hob die Strafbeglaubigung auf und bestätigte das am Platz erzielte 3:2.
Mit der nun abgewiesenen Berufung ist diese Entscheidung rechtskräftig.
Prüft Kraig weitere rechtliche Schritte?
Beim SV Hirter Kraig ist die Enttäuschung nach der endgültigen Entscheidung des ÖFB groß. Sektionsleiter Manuel Knapp findet deutliche Worte: „Für uns ist das ein Schlag ins Gesicht.“ Ob der Verein den Fall nun vor ein ordentliches Gericht bringt, ist derzeit noch offen. Manuel Knapp wollte noch nicht bestätigen, ob weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden. Eine endgültige Entscheidung darüber steht noch aus.
Dramatik im Tabellenkeller
Das Urteil hat weitreichende Folgen für die Abschlusstabelle der 2. Frauen-Bundesliga. Dem SV Hirter Kraig werden die zwischenzeitlich zugesprochenen drei Punkte wieder aberkannt. Dadurch rutscht der Klub auf einen Abstiegsplatz und muss den Gang in die Kärntner Frauen Liga antreten.
Großer Profiteur der endgültigen Entscheidung ist der FC RW Rankweil. Die Vorarlbergerinnen bleiben damit auch in der Saison 2026/27 Teil der 2. Frauen-Bundesliga.
Wie beurteilt ihr die Entscheidung des ÖFB? War die Spielwertung aus eurer Sicht richtig? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!





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