Ein robuster Neuzugang für die Hintermannschaft
Der EC iDM Wärmepumpen VSV hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen und seine Defensive mit Scott Walford verstärkt. Der 27-jährige Kanadier kommt vom schwedischen Zweitligisten Kalmar HC nach Villach und soll dort ab sofort in Blau-Weiß für mehr Stabilität sorgen.
Mit 1,88 Metern Körpergröße und 91 Kilogramm bringt Walford schon einmal das mit, was Trainer gern als „ordentliche Präsenz“ verkaufen. Oder einfacher gesagt: Da steht keiner am Eis, den man versehentlich übersieht. Der Rechtsschütze gilt als klassischer Zweiwege-Verteidiger, also als einer, der nicht nur hinten aufräumt, sondern auch mit der Scheibe etwas anfangen kann.
Ausbildung mit Qualität, Erfahrung auf mehreren Ebenen
Seine Eishockey-Ausbildung absolvierte Walford in der angesehenen Western Hockey League, ehe er seinen Weg im kanadischen Universitätssystem fortsetzte. Danach sammelte er weitere Erfahrung in Nordamerika, unter anderem in der AHL bei den Syracuse Crunch und in der ECHL bei den Orlando Solar Bears.
Das liest sich nicht nach einem Verteidiger, der irgendwo falsch abgebogen ist, sondern nach einem Spieler, der einige Stationen gesehen und dabei genug mitgenommen hat, um auch in Europa sofort Wirkung zu entfalten. Genau solche Profile sind gefragt, wenn ein Team nicht nur Breite, sondern echte Verlässlichkeit für die Defensive sucht.
Solide Zahlen aus Schweden machen Hoffnung
Zuletzt lief Walford für Kalmar HC in der Allsvenskan auf und kam dort in der vergangenen Saison auf 51 Einsätze. Dabei gelangen ihm fünf Tore und zehn Assists, also insgesamt 15 Punkte. Besonders auffällig: seine Plus-Minus-Bilanz von +14.
Das sind keine Werte, bei denen sofort die Scheinwerfer angehen und alle „Superstar!“ rufen. Aber genau darin könnte der Reiz liegen. Walford wirkt eher wie der Typ Spieler, der leise viel richtig macht, anstatt laut mit der Scheibe zu jonglieren. Für einen Verteidiger ist das meistens kein schlechtes Zeichen.
Was Walford dem VSV bringen soll
Seine Stärken liegen laut Klub vor allem in seiner Vielseitigkeit. Walford kann die Scheibe kontrolliert aus der eigenen Zone transportieren, strahlt im Spielaufbau Ruhe aus und behält auch unter Druck die Übersicht. Gleichzeitig scheut er keinen Zweikampf, arbeitet konsequent entlang der Bande und bringt die nötige Physis mit, um auch unangenehm zu sein.
Mit anderen Worten: kein Schönwetter-Verteidiger, sondern einer für die schmutzigen Meter. Einer, der nicht nur auf Highlights aus ist, sondern auf Wirkung. Und genau diese Sorte Spieler braucht es, wenn eine Defensive nicht bloß ordentlich aussehen, sondern auch funktionieren soll.
Allard macht klar: Das war keine Verlegenheitslösung
Headcoach Pierre Allard findet deutliche Worte und bezeichnet Walford als absolute Wunschlösung. Vor allem dessen Vielseitigkeit scheint es dem Trainerstab angetan zu haben. Allard betont, dass Walfords größte Qualitäten klar im Defensivspiel liegen, man ihm aber auch offensive Akzente und punktuelle Scorerqualitäten zutraut.
Dazu komme, dass der Kanadier Größe, Härte und die Bereitschaft für intensive Duelle mitbringt. Vor allem aber passe er ideal ins System und werde dem VSV zusätzliche Tiefe in der Defensive geben. Klingt also nicht nach einem Last-Minute-Transfer aus der Kategorie „nehmen wir halt den noch“, sondern nach einem Spieler, den man ganz bewusst holen wollte.
Ein Transfer mit Substanz
Der VSV bekommt mit Scott Walford einen Verteidiger, der Erfahrung, körperliche Präsenz und spielerische Ausgewogenheit mitbringt. Noch ist kein Spiel gewonnen, nur weil ein Neuzugang am Papier gut aussieht. Aber auf dem Papier wirkt dieser Deal zumindest so, als hätte Villach nicht bloß irgendeinen Namen verpflichtet, sondern ein Profil mit echtem Nutzen.
Jetzt wird spannend, wie schnell sich Walford an das neue Umfeld anpasst und ob er das halten kann, was sich Klub und Trainer von ihm versprechen. Die Zutaten sind jedenfalls da.
Was meint ihr: Kann Scott Walford beim VSV sofort zum Fixpunkt in der Defensive werden? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!




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