Mario Kempe verlässt den EC-KAC und kehrt zu seiner Familie nach Stockholm zurück. Der 37-jährige Center war eine Wucht für die Rotjacken.
Der Center, der alles richtig machte
Was für eine Saison! Mario Kempe kam im August 2025 nach Klagenfurt und spielte sich sofort in die Herzen der Eishockey-Fans. Der routinierte Center aus Schweden bewies, dass Erfahrung nicht überbewertet wird. In der Champions Hockey League war er einer der Torschützen, den die Gegner am meisten gefürchtet haben. Sieben Scorerpunkte aus vier Spielen – respektabel auch auf europäischem Parkett.
In der win2day ICE Hockey League zeigten sich Kempes wahre Qualitäten. 46 Spiele, 10 Tore, 22 Vorlagen – eine Bilanz, die sich sehen lässt. Aber die Statistik erzählt nur die halbe Geschichte. Sein Plus/Minus-Rating von +23 war der zweitbeste Wert im gesamten KAC-Kader. Das sagt mehr aus als jedes Torschützen-Ranking: Kempe war defensiv wie offensiv eine Stabilisierungsfigur. Wenn der ehemalige NHL-Profi auf dem Eis stand, spielte Klagenfurt besser.
Zusammen mit From: Das Traum-Duo der Offensive
Besonders beeindruckend war die Chemie zwischen Kempe und Topscorer Mathias From. Zwei erfahrene Spielmacher, die wussten, wo der Gegner schmerzt. Diese Partnerschaft hätte noch Jahre halten können. Hätte. Aber der Eishockey hat seine eigenen Gesetze.
Stockholms Ruf ist lauter als die Eishockey-Arena
Warum tritt einer der besten Center der Liga nach einer erfolgreichen Saison ab? Ganz simpel: Die Familie wartet in Stockholm. Kempe war während der Saison nur sporadisch daheim, und mit 37 Jahren stellt sich jeder Profi die Frage, was im Leben wirklich zählt. Seine Antwort: mehr Zeit mit den Lieben statt mehr Tore in Klagenfurt.
In seinem Statement klingt keine Verbitterung durch. Kempe spricht von „tollen Monaten in Kärnten”, lobt die Freundlichkeit des Klubs und verspricht sogar, bald wieder vorbeizuschauen. Das ist nicht die Aussage eines Spielers, der sich falsch behandelt fühlt. Das ist der reflektierte Abschied eines Profis, der weiß, was wichtig ist.
Das Trauer-Kapitel am Ende der Saison
Interessant ist die Einordnung: Kempe erwähnt die „sportliche Enttäuschung am Saisonende”. Was genau ist passiert? Der EC-KAC hatte Ambitionen, große sogar. Doch wenn am Ende ein früher Ausfall oder ein verlorenes Play-off-Duell steht, dann wird mancher Spieler hellhörig. Vielleicht war das auch für Kempe das Zeichen: Jetzt ist der richtige Moment zu gehen.
Das große Puzzle der Kaderverschlankung
Mit Kempes Rückkehr nach Schweden geht es für die Rotjacken in die Neuplanung. David Maier, Josh Teves, Mathias From, Luka Gomboc – auf einmal sind mehrere Leistungsträger weg. Nolan Moyle, Marcel Witting und Oliver Lam folgen Kempe ebenfalls zur Tür hinaus. Der EC-KAC muss sich neu erfinden. Die Frage lautet nun: Wird es ein Neuanfang oder ein Ausverkauf?
Die Hoffnung bleibt
Kempe hat dem Klub gutes Zeugnis ausgestellt. Er wünscht sich, dass Klagenfurt seine „große Erfolgstradition fortführt”. Das klingt nach jemandem, der an diesen Verein glaubt – auch wenn er ihn verlässt. Für den EC-KAC gilt: Die Basis ist gelegt, jetzt braucht es neue Namen und neue Geschichten.
Was denkt ihr? Wird der EC-KAC die Abgänge verkraften, oder war Kempes Abschied der Anfang vom Ende? Schreibt es in die Kommentare!






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