Der schnelle Slowene mit dem feinen Spielverständnis
Was für ein Gewinn für die Eisbären! Blaz Tomazevic kam im Oktober der vergangenen Saison als Reaktion auf mehrere Verletzungen zu den Hornussen. Neu im Team brauchte der wendige Stürmer anfangs etwas Geduld zum Eingewöhnen, zeigte dann aber rasch, wofür man ihn geholt hatte: Kaum von der Scheibe zu trennen, kurvt er durchs gegnerische Drittel wie ein Wirbelwind. Laufstark, wendig, ballsicher und immer mit dem Auge für den Mitspieler – so wurde Tomazevic schnell zu einem unverzichtbaren Baustein im Angriffsspiel Zells.
Ein Offensiv-Trio der Superlative
Als Teil der zweiten Reihe bildete er gemeinsam mit Jennes und Wilfan ein formidables Offensivtrio. Die Zahlen sprechen für sich: Während Jennes und Wilfan beide 20 Tore schossen, lieferte Tomazevic mit 12 Toren und 37 Vorlagen (interner Bestwert) den Motor. Mit +17 in der Plus/Minus-Statistik und nur 12 Strafminuten bewies er zudem: Dieser Spieler arbeitet hart, fair und verlässlich.
Das Spielmacher-Gen
Tomazevics Spielmacherqualitäten überwiegen deutlich – manchmal wünscht man sich, dass der Rechtsschütze selbst noch häufiger abzieht. Doch in wichtigen Spielen war er gerade auch im Slot immer griffbereit, um Deflektionen zu verwandeln. Ein echter Vollprofi, der versteht, dass Eishockey eine Teamangelegenheit ist. Seine Vielseitigkeit im Angriff und die konstante Defensivarbeit machen ihn zum idealen Komplettpaket.
Slowenische Erfolgsgeschichte
Blaz Tomazevic wurde 1997 in Jesenice geboren. Über den Nachwuchs Sloweniens etablierte er sich in der Alps Hockey League und schaffte es bis ins Nationalteam. Von 2021 bis 2025 spielte er in der ICEHL für Laibach und Villach, gewann fünf slowenische Meisterschaften und spielte für sein Land bei Weltmeisterschaften. Seit Oktober 2025 trägt er Nummer 11 für den EKZ – und holte sich sofort einen österreichischen Meistertitel in der Alps Hockey League.
Das Statement des Spielers
“Die Entscheidung, in Zell am See zu bleiben, fiel mir nicht schwer”, sagt Tomazevic selbst. “Meine Familie und ich fühlen uns hier sehr wohl, es ist eine wunderschöne Stadt, und die Fans sind die besten der Liga. Ich glaube, dass wir aus der vergangenen Saison noch eine offene Rechnung haben, und ich hoffe, dass wir unsere Ziele in diesem Jahr erreichen können. Ich freue mich jetzt schon riesig auf die neue Spielzeit.”
Die Trainer-Perspektive
Coach Marcel Rodman sieht das genauso: “Blaz kam während der Saison, nachdem wir mehrere verletzte Imports hatten. Es hat ein wenig gedauert, aber dann hat er wirklich zu seinem Spiel gefunden. Er skatet gut, ist ein echter Spielmacher, ein guter Typ in der Kabine und war letztlich einer der konstantesten Spieler in der zweiten Saisonhälfte.”
Geschäftsführer Patrick Schwarz betont auch die Defensivleistung: “Blaz überzeugt nicht nur offensiv. Er arbeitet unglaublich viel nach hinten, übernimmt in allen Situationen Verantwortung und ist menschlich ein großartiger Charakter. Deshalb freuen wir uns, ihn weiterhin in unseren Reihen zu haben.”
Die Rechnung ist noch offen
Die EKZ-Familie hat also beschlossen: Mit Tomazevic an der Seite gehen wir ins nächste Abenteuer. Es gibt noch etwas zu vollenden aus der vergangenen Saison. Und der Spielmacher aus Slowenien ist genau der richtige Partner dafür – einer, der versteht, dass Erfolg nur durch Teamarbeit kommt.
Was denkt ihr: Wird das EKZ mit Tomazevic im Gepäck die offene Rechnung begleichen?






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