Der Kanadier mit dem feinen Defensiv-Handwerk
Simon Bourque zeigte im Caps-Trikot bereits in seiner ersten Saison, dass er dem Wien-Eishockey fehlen würde, würde man ihn nicht halten. Der 29-Jährige brauchte keine langen Eingewöhnungspausen – sofort war klar: Dieser Defensivspieler hat Klasse. Mit 27 Punkten in 48 Spielen schrieb sich der Linksschütze in die Statistiken der Vienna Capitals ein. Nur wenige Verteidiger in der win2day ICE Hockey League können mit ähnlicher Bilanz aufwarten.
Ein Offensiv-Verteidiger im besten Sinne
Was macht Bourque interessant? Es ist nicht nur die bloße Statistik – es ist die Art, wie er spielt. Ein Defensivspieler, der Tore trifft, der Vorlagen gab, der in der Offensive mitgestaltete. Die Powerplay-Statistiken sind kein Zufall: Bourque war fester Bestandteil der Spezialteam-Formationen. 18 Assists zeigen, dass dieser Spieler sein Spiel liest, dass er den Übergang von der Abwehr in den Aufbau versteht. Seine neun Tore? Eine Ansage. Ein Statement.
Eine europäische Karriere voller Stationen
Bourques Laufbahn ist wie ein Roadmap des europäischen Eishockeys. Von Innsbruck über Südtirol bis Norwegen – er hat überall seine Spuren hinterlassen. Bevor er nach Wien kam, hatte er 207 Partien in der Liga absolviert, 118 Punkte gesammelt. Doch diese Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte. Wer Bourque sah, wusste: Hier ist ein Spieler, der in jeder Situation liefert. In der Defensive genauso wie in Überzahlsituationen. Ein universeller Defender, den moderne Eishockeyteams brauchen.
Die neue Saison wartet
Mit der Verlängerung haben die Vienna Capitals klar gemacht, dass sie auf Kontinuität setzen. In einer Liga, in der Spielerverkäufe zur Tagesordnung gehören, ist so eine Entscheidung ein Zeichen: Dieser Spieler bleibt. Bourque selbst spricht von unvollendeter Arbeit. Das Ende der letzten Saison saß tief, die Sperre schmerzte. Aber wer Bourque kennt, weiß: Ein solcher Spieler kommt zurück. Stärker, fokussierter, hungriger.
Die STEFFL Arena wird wieder schauen, was dieser Kanadier in der kommenden Saison abliefert. Die Fans freuen sich darauf. Und Bourque selbst hat klar gemacht: Wien ist längst mehr als nur Station Nummer X. Wien ist zur Heimat geworden.






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