Der EC-KAC legt auf dem Transfermarkt noch einmal kräftig nach: Travis St. Denis wechselt vom EC Red Bull Salzburg nach Klagenfurt. Der kanadische Angreifer soll den Rotjacken mehr Torgefahr, Härte und internationale Erfahrung verleihen.
Für den 33-Jährigen ist Klagenfurt die nächste Station einer Karriere, die ihn bereits durch Nordamerika, Deutschland und Österreich geführt hat. Beim KAC unterschreibt St. Denis zunächst einen Vertrag für die Saison 2026/27.

Ein Scorer mit eingebautem Torriecher
St. Denis gehörte in der abgelaufenen Spielzeit zu den gefährlichsten Offensivkräften des EC Salzburg. Mit 45 Punkten, darunter 21 Treffer in 51 Ligapartien, war er mannschaftsintern der zweitbeste Scorer.
Besonders bemerkenswert: Obwohl der Kanadier keinen klassischen Hünenkörper mitbringt, lässt er sich vor dem Tor nur schwer aus der Gefahrenzone verdrängen. St. Denis sucht die Zweikämpfe, hält dagegen und taucht regelmäßig dort auf, wo es für den Gegner unangenehm wird.
Genau diese Mischung dürfte dem KAC gefallen haben. Die Klagenfurter bekommen keinen Schönspieler für die Galerie, sondern einen Angreifer, der sich auch für die schmutzige Arbeit nicht zu schade ist.
Über Nordamerika und Deutschland nach Österreich
Ausgebildet wurde St. Denis in seiner kanadischen Heimat British Columbia. Zwischen 2012 und 2016 spielte er erfolgreich für die Quinnipiac University im US-amerikanischen College-Eishockey.
Danach folgte der Sprung ins Profigeschäft. In der American Hockey League absolvierte der Stürmer 294 Partien für die Binghamton Devils und sammelte dabei 145 Scorerpunkte.
Von 2021 bis 2025 stand St. Denis in der Deutschen Eishockey Liga auf dem Eis. Für Straubing und Ingolstadt erzielte er durchschnittlich 19 Tore pro Saison. Seine Qualitäten sind damit längst dokumentiert: Der Kanadier weiß, wie man Chancen verwertet und gegnerischen Verteidigern das Leben schwer macht.
KAC erwartet sofortige Verstärkung
KAC-Trainer Kirk Furey sieht im Neuzugang einen wichtigen Baustein für die kommende Saison. St. Denis bringe reichlich Erfahrung aus mehreren starken Ligen mit und habe seine offensive Klasse über Jahre hinweg konstant unter Beweis gestellt.
Neben seinen Abschlussqualitäten schätzt der Coach vor allem die kompromisslose Spielweise des Angreifers. St. Denis gilt als bissig, unbequem und mannschaftsdienlich. Einer, der keinen Zentimeter Eis freiwillig herschenkt.
Damit scheint das Anforderungsprofil klar: Der Kanadier soll nicht erst lange Anlauf nehmen, sondern vom ersten Spieltag an Verantwortung übernehmen.
St. Denis freut sich auf Klagenfurt
Auch der Neuzugang selbst blickt seiner neuen Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen. Der KAC habe ihn mit seiner Tradition, seiner Siegermentalität und seinem Umfeld überzeugt.
Dass das Klagenfurter Publikum hohe Ansprüche stellt, ist St. Denis bewusst. Genau darin sieht er jedoch einen zusätzlichen Anreiz. Gemeinsam mit seiner Familie möchte er in Kärnten ein neues Kapitel aufschlagen und mit den Rotjacken um Titel kämpfen.
Ein großer Vorteil: Die ICE Hockey League kennt er bereits bestens. Lange Eingewöhnungszeit darf es daher eigentlich keine geben.
Klagenfurter Angriff nimmt Form an
Mit der Verpflichtung von St. Denis gewinnt der KAC im Sturm weiter an Tiefe. Neben Jan Drozg, Matt Fraser, Raphael Herburger, Fabian Hochegger und weiteren etablierten Kräften steht Trainer Furey nun eine breite Auswahl an offensiven Optionen zur Verfügung.
Ob St. Denis seine Salzburger Zahlen auch im roten Trikot bestätigen kann, muss sich allerdings erst zeigen. Die Erwartungen sind hoch, schließlich kommt er nicht als Perspektivenspieler, sondern als ausgewiesener Leistungsträger.
Der Transfer hat dennoch das Potenzial, ein Volltreffer zu werden. Torriecher, Erfahrung und eine ordentliche Portion Giftigkeit können im Titelkampf schließlich nie schaden.
Was sagt ihr zum Transfer? Ist Travis St. Denis genau der Stürmer, der dem KAC noch gefehlt hat? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Stand der Kaderplanung 2026/27:
Torhüter:
Sebastian Dahm (2027), Florian Vorauer (2027)
Abwehr:
Mattias Göransson (2027), Jesper Jensen Aabo (2027), Thimo Nickl (2027), Maximilian Preiml (2027), Tobias Sablattnig (2027), Clemens Unterweger (2029)
Angriff:
Jan Drozg (2027), Matt Fraser (2027), Raphael Herburger (2027), Fabian Hochegger (2028), Jacob Hudson (2027), Thomas Hundertpfund (2027), Daniel Obersteiner (2028), Nick Petersen (2027), Simeon Schwinger (2028), Travis St. Denis (2027), Finn van Ee (2029)
Fixierte Abgänge:
David Maier, Josh Teves, Johannes Dobrovolny, Mathias From, Luka Gomboc, Mario
Kempe, Oliver Lam, Nolan Moyle, David Waschnig, Marcel Witting





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