U16 dreht nach Fehlstart richtig auf
Der Start in das Vier-Nationen-Turnier im slowakischen Piestany verlief für Österreichs U16 zunächst alles andere als nach Wunsch. Gegen die Schweiz kassierte die Auswahl eine klare 1:7-Niederlage.
Doch die Reaktion konnte sich sehen lassen. Gegen Gastgeber Slowakei schlug das Team zurück und feierte einen hart erkämpften 4:3-Erfolg. Noch dramatischer wurde es gegen Deutschland: Österreich lag gleich zweimal zurück, ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und schlug in der Schlussphase entscheidend zu. Zwei späte Treffer sorgten schließlich für einen 3:2-Sieg.
Mit zwei Erfolgen aus drei Spielen beendete Österreich das Turnier punktegleich mit der Slowakei und der Schweiz auf Rang drei.
Leitner sieht wichtige Entwicklungsschritte
Für U16-Teamchef Johannes Leitner stand nicht nur die nackte Ergebnisbilanz im Mittelpunkt. Entscheidend war für ihn vor allem, dass seine Mannschaft während des Lehrgangs wichtige Vorgaben umsetzen konnte.
Der Fokus lag auf konsequenten täglichen Standards, einem selbstbewussten Auftreten im Nationalteam-Trikot und darauf, wertvolle Erfahrungen auf internationalem Niveau zu sammeln. Aus Sicht des Trainers wurden diese Ziele erreicht.
Bader begeistert von Kampfgeist und Intensität
Sportdirektor Roger Bader ließ sich die Auftritte des österreichischen Nachwuchses ebenfalls nicht entgehen und beobachtete sämtliche Begegnungen vor Ort.
Besonders wertvoll: Mit der Schweiz, der Slowakei und Deutschland warteten drei Nationen, die im Nachwuchsbereich vor Österreich gereiht sind. Genau solche Duelle sollen zeigen, wie groß der Abstand zur internationalen Konkurrenz tatsächlich noch ist.
Zwei Siege gegen Gegner dieses Kalibers sind deshalb ein starkes Signal. Bader zeigte sich vor allem von der aggressiven Spielweise, dem hohen Druck und dem Kampfgeist der ÖEHV-Auswahl angetan. Österreich versteckte sich nicht, sondern suchte bewusst die Konfrontation. Eine Herangehensweise, die Mut macht.
U18-Frauen verpassen Turniersieg nur knapp
Auch Österreichs U18-Frauen sorgten beim Turnier im ungarischen Györ für ein kräftiges Ausrufezeichen.
Als Vertreter der Division 1B bekamen es die ÖEHV-Talente gleich mit namhafter Konkurrenz zu tun. Gegen Deutschland hielt Österreich lange hervorragend dagegen. Bis fünf Minuten vor dem Ende stand es 1:1, ehe die späteren Turniersiegerinnen doch noch zum 2:1 trafen.
In der Schlussphase warf Österreich mit sechs Feldspielerinnen noch einmal alles nach vorne, der Ausgleich wollte allerdings nicht mehr fallen.
Siege gegen Ungarn und Italien
Von der knappen Niederlage ließ sich die Mannschaft nicht beeindrucken. Gegen Ungarn folgte ein starker 3:1-Erfolg. Ein Ergebnis mit zusätzlichem Gewicht, schließlich hatte Ungarn im Vorjahr noch Finnland aus der Top-Division verdrängt.
Gegen Italien wurde es anschließend deutlich. Österreich spielte sich in einen regelrechten Torrausch und feierte einen klaren 9:3-Sieg.
Damit landeten die U18-Frauen hinter Deutschland auf dem hervorragenden zweiten Turnierplatz.
Traumstart für das neue Trainerteam
Für Teamchef Levente Szilagyi war das Turnier zugleich die Premiere hinter der Bande einer ÖEHV-Auswahl. Unterstützt wurde er erstmals von Assistant Coach Alena Polenska, der langjährigen Kapitänin des tschechischen A-Nationalteams.
Szilagyi zeigte sich nach den ersten gemeinsamen Auftritten vor allem von der Mentalität innerhalb der Mannschaft beeindruckt. Für ihn steht fest, dass in diesem Team enormes Entwicklungspotenzial steckt.
Besonders emotional dürfte für den früheren erfolgreichen Coach von HK Budapest natürlich der Sieg gegen Ungarn gewesen sein.
Österreichs Nachwuchs macht Lust auf mehr
Vier Siege aus sechs Spielen bei zwei stark besetzten internationalen Turnieren sind mehr als nur eine nette Momentaufnahme. Vor allem die Art und Weise, wie sich beide Teams nach schwierigen Phasen präsentierten, dürfte den Verantwortlichen gefallen haben.
Der Weg zur europäischen Spitze bleibt lang. Doch genau solche Spiele zeigen, dass Österreichs Nachwuchs bereit ist, sich mit stärkeren Gegnern zu messen und dabei keineswegs nur höflich mitzuspielen.
Wie bewertet ihr die Auftritte der österreichischen Eishockey-Talente? Können sich U16 und U18 langfristig näher an Europas Spitze heranschieben? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!