Bitteres Königsklassen-Debüt: LASK fehlt in Athen nur ein Hauch

Der LASK hat bei seiner Premiere in der UEFA Champions League ordentlich dagegengehalten, am Ende aber mit leeren Händen die Heimreise antreten müssen.

Lask – Foto Gerhard Pulsinger
Dietmar Kühbauer LASK Foto: Gerhard Pulsinger.

Bei AEK Athen unterlagen die Linzer knapp mit 0:1. Den Unterschied machte ein perfekt getretener Freistoß von Razvan Marin in der 21. Minute.

Marin packt den Zauberfuß aus

AEK erwischte den etwas schwungvolleren Start. Bereits nach drei Minuten musste Lukas Jungwirth bei einem Versuch von Luka Jovic eingreifen, wenig später setzte Moses Usor auf der Gegenseite ein erstes Linzer Ausrufezeichen, verfehlte das Tor aber.

Danach entwickelte sich eine Partie, in der der LASK vor allem auf defensive Stabilität setzte. Die Athener hatten mehr vom Ball, große Möglichkeiten blieben zunächst allerdings Mangelware.

Bis zur 21. Minute. Nach einem Foul knapp außerhalb des Strafraums bekam AEK einen Freistoß zugesprochen. Marin übernahm und zirkelte den Ball sehenswert ins Kreuzeck. Für Jungwirth gab es nichts zu halten. Ein Treffer wie aus dem Lehrbuch, aus Linzer Sicht allerdings zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

LASK bleibt dran und schnuppert am Ausgleich

Die Linzer ließen sich vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Usor versuchte es kurz darauf, ehe die Partie erneut etwas abflachte.

Gegen Ende der ersten Hälfte nahm das Tempo wieder zu. Marin wurde bei einem gefährlichen Vorstoß noch rechtzeitig gestoppt, ein weiterer Athener Freistoß rauschte knapp vorbei. Auf der anderen Seite bot sich Maximilian Lang nach einem geblockten Horvath-Schuss eine ausgezeichnete Gelegenheit. Aus kurzer Distanz fand er jedoch in AEK-Keeper Alberto Brignoli seinen Meister.

So ging es mit dem knappen 0:1 in die Kabinen.

Horvath hat das 1:1 auf dem Fuß

Nach dem Seitenwechsel kam der LASK mit deutlich mehr Zug aus der Kabine. Marin Ljubicic verzog zunächst, dann folgte die wohl größte Linzer Gelegenheit des Abends.

Sascha Horvath brach über links durch, zog in den Strafraum und suchte das kurze Eck. Brignoli reagierte stark und verhinderte den Ausgleich mit dem Fuß.

AEK blieb ebenfalls gefährlich. Jovic tauchte allein vor Jungwirth auf, wurde aber noch entscheidend gestört. Wenig später jubelten die Gastgeber sogar über das vermeintliche 2:0. Doch Lovro Majer hatte vor seiner Vorlage knapp im Abseits gestanden. Der VAR kassierte den Treffer ein.

Kalajdzic verpasst den Last-Minute-Coup

In der Schlussphase warf der LASK noch einmal alles nach vorne, musste dabei aber auch auf Athener Konter aufpassen. Zini hätte kurz vor Schluss für die Entscheidung sorgen können, ließ sich beim Abschluss jedoch zu viel Zeit und wurde geblockt.

Dann kam die Nachspielzeit und mit ihr die große Chance auf den späten Punktgewinn. Nach einer Horvath-Ecke behinderten sich Brignoli und ein eigener Verteidiger gegenseitig. Der Ball landete ideal bei Sasa Kalajdzic, doch dessen Kopfball strich knapp über die Latte.

Zentimeter fehlten zum perfekten Ende einer couragierten Europacup-Premiere. Statt eines Punktes blieb dem LASK nur die Erkenntnis, dass auf diesem Niveau selbst kleine Fehler brutal bestraft werden.

Kühbauer sieht fehlende Erfahrung als Knackpunkt

Trainer Didi Kühbauer machte nach dem Spiel vor allem Details für die Niederlage verantwortlich. AEK habe seine internationale Routine ausgespielt und die entscheidenden Situationen abgeklärter gelöst. Gleichzeitig hob er hervor, dass seine Mannschaft bis zum Schlusspfiff alles versucht habe.

Gelbe Karten sahen Bogarde und Andrade. Der LASK begann mit Jungwirth im Tor sowie Andrade, Mbuyamba, Tornich, Bello, Bogarde, Ljubicic, Horvath, Jörgensen, Lang und Usor. Im Verlauf der Partie kamen Schöpf, Flecker und Kalajdzic ins Spiel.

Ordentlicher Auftritt, aber keine Punkte

Der LASK hat bei seiner Premiere gezeigt, dass er auf Europas größter Bühne nicht nur Statist sein will. Defensiv kompakt, phasenweise mutig nach vorne und bis zur letzten Sekunde im Spiel. Was fehlte, war die letzte Konsequenz vor dem Tor.

Und genau darin liegt die harte Lektion dieses Abends: In der Champions League reicht „fast“ eben nicht.

Wie habt ihr den Auftritt des LASK in Athen gesehen? War mehr drin oder hat AEK den Sieg verdient? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

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