Die Black Wings ziehen die Konsequenzen
Nach dem bitteren Frühstart in die Sommerpause ist bei den Steinbach Black Wings Linz nun endgültig Schluss mit Schönreden. Die ersten personellen Entscheidungen nach dem Aus in den Pre-Playoffs der win2day ICE Hockey League sind gefallen – und sie haben es in sich: Sean Collins, Ken Ograjensek, Ryan MacKinnon und Tim Geifes werden die Stahlstädter verlassen.
Damit ist klar: In Linz wird nicht nur analysiert, sondern auch durchgegriffen. Und das war nach einer Saison, die hinter den eigenen Ansprüchen deutlich zurückblieb, ungefähr so überraschend wie ein Check an der Bande.
Aufarbeitung mit klarem Befund
Direkt nach der Schlusssirene am vergangenen Freitag begann bei den Oberösterreichern die unangenehme, aber notwendige Arbeit. Head Coach Philipp Lukas und sein Staff gingen in intensive Gespräche, analysierten die Lage und nahmen das Team in Einzelgesprächen genau unter die Lupe. Dabei ging es nicht nur um Leistungen auf dem Eis, sondern auch um Themen daneben – also um das große Ganze, das in Linz zuletzt eben nicht groß genug war.
Ein zentraler Punkt sprang dabei besonders ins Auge: Mit einem Durchschnittsalter von 28,07 Jahren stellten die Black Wings das älteste Team der Liga. Erfahrung ist im Eishockey bekanntlich Gold wert – aber nur dann, wenn die Beine noch mitspielen. Genau dort offenbarte Linz Schwächen. Tempo, Ausdauer und körperliche Frische wurden zu jenen Baustellen, die sich kaum mehr übersehen ließen.
Größerer Schnitt statt kleiner Kosmetik
Das frühe Saisonende und das Verpassen der Ziele machten personelle Konsequenzen unvermeidbar. Diesmal reicht in Linz kein bisschen Feintuning mit dem Schraubenzieher – diesmal wird eher mit dem Schraubenschlüssel gearbeitet. Erstmals seit der sportlichen Neuausrichtung vor vier Jahren deutet sich ein umfangreicherer Umbruch an.
In einer ersten Runde trifft es vor allem den Legionärssektor: Die auslaufenden Verträge von Sean Collins, Ken Ograjensek und Ryan MacKinnon werden nicht verlängert. Mit Tim Geifes steht zudem der erste österreichische Abgang fest. Vier bekannte Gesichter sind damit Geschichte – und das dürfte nur der Anfang sein.
Dank an die Abgänge, aber der Blick geht nach vorne
Trotz aller Härte in der Sache verabschieden sich die Black Wings mit Respekt von den vier Spielern. Der Klub bedankt sich für deren Einsatz und die gemeinsame Zeit und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute. Das gehört sich so – auch wenn im Profisport am Ende eben meistens das Prinzip gilt: nett war’s, aber weiter geht’s.
Für Linz bedeutet das nun: Der Kader wird neu gedacht. Jünger, dynamischer, athletischer – so liest sich zumindest der logische Auftrag nach dieser Analyse. Die nächsten Entscheidungen in der Kaderplanung sollen in Kürze folgen.
So sieht der Kader aktuell aus
Mit Stand 12. März 2026 bietet sich bei den Black Wings folgendes Bild:
Im Tor ist aktuell noch keine Besetzung fixiert. In der Verteidigung stehen Gerd Kragl, Patrick Söllinger und Greg Moro im Aufgebot. Im Angriff sind Brian Lebler, Emil Romig und Shawn St-Amant weiterhin Teil des Kaders. Hinter der Bande bleiben Philipp Lukas, Mark Szücs, Jürgen Penker und Matej Hocevar.
Die Richtung ist damit klar: Der Umbau in Linz läuft – und die spannendste Frage ist jetzt, wie radikal er am Ende wirklich wird.
Was meint ihr: Genau der richtige Schritt für die Black Wings oder wäre bei manchen Personalien mehr Geduld gefragt gewesen? Schreibt es in die Kommentare!







