Abschied nach drei Jahren voller Einsatz
Jetzt ist es offiziell: Dylan MacPherson und der EC iDM Wärmepumpen VSV gehen getrennte Wege. Nach drei gemeinsamen Saisonen heißt es für den Kanadier Abschied nehmen – und für die Villacher endet damit ein Kapitel, das sportlich durchaus Gewicht hatte.
MacPherson kam vor der Saison 2023/24 aus der ECHL von den Wichita Thunder nach Villach und brauchte nicht lange, um sich im blau-weißen Dress einen Namen zu machen. Vom ersten Wechsel an war klar: Da ist einer am Werk, der nicht nur mitfährt, sondern anschiebt.
Starker Start, starke Zahlen
Schon in seiner Premierensaison lieferte der 27-Jährige ordentlich ab. Im Grunddurchgang sammelte er in 48 Partien starke 26 Punkte, darunter 12 Tore und 14 Assists. Auch in den Playoffs ließ er sich nicht lumpen und steuerte in fünf Einsätzen weitere drei Scorerpunkte bei.
Über die gesamten drei Jahre gelesen, schaut die Bilanz ohnehin mehr als respektabel aus: 138 Spiele im Grunddurchgang, dazu 17 Playoff-Partien, 22 Tore und 63 Assists. Macht in Summe 85 Punkte aus 155 Einsätzen – ein Wert, der für einen Verteidiger alles andere als Alltag ist. Anders gesagt: MacPherson war hinten wichtig und vorne alles andere als nur Zaungast.
Defensiv kompromisslos, offensiv wertvoll
Seine wahre Visitenkarte blieb aber das, was gute Verteidiger nun einmal auszeichnet: Verlässlichkeit, Härte und Timing. In den vergangenen drei Saisonen war kein VSV-Verteidiger in den Zweikämpfen erfolgreicher als MacPherson. Eine Battle-Quote von 52,4 Prozent spricht da eine ziemlich deutliche Sprache.
Dazu kommen 304 Checks und 181 geblockte Schüsse – Zahlen, die zeigen, dass er keiner war, der bei Gegenwind den Kopf einzieht. Vielmehr war er einer, der dahin ging, wo es unangenehm wird. Genau solche Spieler wachsen nicht auf jedem Baum. Und schon gar nicht auf jedem Eisfeld.
Mehr als nur ein Teamspieler
Beim VSV bedankt man sich folgerichtig für Einsatz, Konstanz und seine mannschaftsdienliche Art. MacPherson hat sich in Villach nicht als Lautsprecher, sondern als Leistungsträger etabliert – und das ist bekanntlich oft die wertvollere Währung.
Er prägte die Mannschaft nicht nur mit seinen Aktionen am Eis, sondern offenbar auch abseits davon. Solche Spieler tauchen in keiner Showreel-Statistik groß auf, fehlen aber meist genau dann am meisten, wenn sie nicht mehr da sind.
Nächster Karriereschritt nach Plzeň
Für MacPherson geht die Reise nun weiter in die tschechische Extraliga zum HC Plzeň. Dort wartet nicht nur eine neue Herausforderung, sondern auch die Aussicht auf Einsätze in der Champions Hockey League. Der nächste Schritt also – sportlich reizvoll und alles andere als ein Tapetenwechsel ins Ungewisse.
Für den VSV heißt das zugleich: ein verdienter Abschied von einem Verteidiger, der seinen Job mit Nachdruck, Qualität und einer ordentlichen Portion Biss erledigt hat. Einer, der selten spektakulär wirkte, aber gerade deshalb so wertvoll war. Oder anders formuliert: So einen gibt man nicht gern her.
Was bleibt?
MacPherson hinterlässt in Villach starke Zahlen, robuste Spuren und den Eindruck eines Spielers, auf den man sich verlassen konnte, wenn es ruppig wurde. Der Wechsel nach Plzeň ist für ihn nachvollziehbar – für den VSV aber definitiv ein Verlust mit Ansage.
Was meint ihr: Wie schwer wiegt der Abgang von „DMac“ für den VSV wirklich? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!





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