Endlich! Himmelberg knackt den Punkte-Bann mit einem Nervenkrimi

Das Warten hat ein Ende. Der SV Himmelberg war zuletzt der einzige Verein in Kärnten und Osttirol ohne Zähler, und die Rolle als Schlusslicht-Maskottchen der Punktelieferanten-Liste war ungefähr so beliebt wie ein Platzregen beim Ersatzbank-Aufwärmen.

Himmelberg holt einen Dreier - Foto Hermann Sobe
Himmelberg holt einen Dreier - Foto Hermann Sobe

Der letzte Nullpunkte-Klub hat geliefert

In der 10. Runde der 2. Klasse C ist der Bann gebrochen: 5:3 (2:1) bei Kraig 1b in der Sauritschnig Arena in Frauenstein. Die ersten Punkte der Saison stehen auf dem Konto, und dazu gleich drei auf einmal. Wer sich schon mit der Nullnummer angefreundet hatte, muss sich nun leider umgewöhnen.

Kraig legt vor, Himmelberg dreht auf

Die Gastgeber schienen nach dem 1:0 durch Markus Joseph Walch (14.) auf Kurs zu sein, 120 Zuschauer sahen den Start nach Maß für Kraig. Doch Himmelberg zeigte, was in Wochen ohne Ertrag so alles an Wut und Wille aufgestaut werden kann. Martin Sinz glich kurz vor der Pause aus (41.), und Luca Marcel Fürstler legte noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:1 nach (45+1). Direkt nach dem Seitenwechsel traf Philip Ritzinger zum 3:1 (48.). Wer so aus der Kabine kommt, hat offenbar nicht nur den Teamtee, sondern auch den Torjubel nach Plan vorbereitet.

Elfmeter, Schreckmoment, Zitterpartie

In der 76. Minute verwandelte Jakob Baptist Breitenecker einen Strafstoß zum 4:1. Der Sieg schien eingetütet, der erste Saisonerfolg beinahe auf dem Silbertablett serviert. Doch Kraig 1b wollte diesen Abend nicht einfach abhaken. Thomas Komaier verkürzte postwendend (77.), und Niklas Andre Stromberger machte es mit dem 3:4 in der 84. Minute plötzlich wieder richtig spannend. Aus einem komfortablen Polster wurde binnen acht Minuten ein Herzrhythmus-Test für jeden Himmelberger auf und neben dem Platz. Wer hier mit Blutdruck unter 140 zugeschaut hat, verdient Respekt.

Fürstler macht den Deckel drauf

Als die Nachspielzeit schon weit fortgeschritten war, nahm sich Luca Marcel Fürstler beim zweiten Elfmeter des Abends ein Herz und traf in der 90+4 zum 5:3-Endstand. Für ihn war es der zweite Treffer des Tages, für sein Team die Erlösung. Kühler Kopf, sicherer Schuss, und der Himmelberger Jubel dürfte bis zur Heimfahrt nachgehallt haben.

Was die Tabelle jetzt sagt

Die Zahlen bleiben natürlich ehrlich: Himmelberg hat nun 3 Punkte aus 9 Spielen und ein Torverhältnis von 16:69. Mit Platz 12 geht es dennoch einen Rang nach oben, während Kraig 1b ebenfalls mit 3 Punkten, aber aus 10 Spielen, auf den 13. Rang rutscht. Die Hinterbänkler-Duelle der Tabelle liegen also eng beisammen, und dass Himmelberg ein Spiel weniger auf dem Zettel hat, ist ein schöner Bonus für die kommenden Wochen. Ein Sieg macht noch keinen Herbst, aber er macht aus Hoffnung endlich Zählbares.

Der Blick nach vorn

Wer so ein Spiel gewinnt, nimmt mehr mit als nur drei Punkte: Selbstvertrauen, Teamgeist und die Erkenntnis, dass man auch nach acht Niederlagen noch nicht abgeschrieben ist. Die Defensive darf gerne noch ein paar Trainingseinheiten Konzentration tanken, denn drei Gegentore bei komfortabler Führung sind ein Abenteuer, das man nicht jedes Wochenende buchen muss. Aber nach dieser Vorstellung steht fest: Himmelberg kann Fußball, Himmelberg kann Tore und Himmelberg kann endlich auch gewinnen.

Eure Meinung ist gefragt

War das der Startschuss für eine Aufholjagd oder bleibt es bei diesem einen Befreiungsschlag? Schreibt es uns in die Kommentare: Was traut ihr dem SV Himmelberg im Rest der Saison zu?

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