FIFA greift durch: Ex-Altach-Funktionär weltweit gesperrt!

Nach dem Skandal um heimliche Aufnahmen in der Kabine des SCR Altach zieht der Weltverband die Konsequenzen. Ein ehemaliger Funktionär darf künftig weltweit keine Tätigkeiten mehr im Fußball ausüben. Die FIFA hat die bereits verhängte Sanktion international ausgeweitet.

FIFA Greift Durch Ex Altach Funktionaer Weltweit Gesperrt Foto Gemini
FIFA Greift Durch Ex Altach Funktionaer Weltweit Gesperrt Foto Gemini.

Heimliche Aufnahmen bis ins Jahr 2018

Der Fall hatte Ende Oktober 2025 für Entsetzen gesorgt. Der frühere Funktionär soll Spielerinnen in der Mannschaftskabine ohne deren Wissen gefilmt und fotografiert haben, unter anderem beim Umziehen und Duschen.

Besonders schwer wiegt: Unter den Betroffenen befanden sich auch Minderjährige. Laut Anklage reichen die heimlich angefertigten Aufnahmen bis ins Jahr 2018 zurück.

Am 23. Februar 2026 folgte am Landesgericht Feldkirch das Urteil. Der Mann erhielt sieben Monate bedingte Freiheitsstrafe sowie eine unbedingte Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig.

VdF und FIFPRO treiben weltweite Sperre voran

Die österreichische Spielergewerkschaft VdF begleitete die betroffenen Spielerinnen während des gesamten Verfahrens. Gemeinsam mit der internationalen Spielergewerkschaft FIFPRO wurde anschließend bei der FIFA beantragt, die Sanktion weltweit gelten zu lassen.

Das FIFA-Disziplinarkomitee gab diesem Antrag statt. Die Entscheidung wurde dem Betroffenen bereits am 4. August 2026 mitgeteilt.

Da innerhalb der vorgesehenen Frist keine ausführliche Entscheidungsbegründung verlangt wurde, ist die Sanktion nun endgültig und verbindlich.

Deutliches Signal über Österreich hinaus

Für die VdF ist die internationale Sperre weit mehr als eine formale Entscheidung. Sie soll deutlich machen, dass massive Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte von Spielerinnen nicht dadurch umgangen werden können, dass ein Funktionär seine Tätigkeit einfach in einem anderen Land fortsetzt.

Women’s Football Coordinator Christos Papadimitriou unterstreicht, dass mit heimlichen Aufnahmen in der Kabine eine klare Grenze überschritten wurde. Die weltweite Gültigkeit der Sperre sei deshalb ein wichtiges Zeichen für den Schutz von Spielerinnen.

Die VdF ist Österreichs einzige von der FIFA anerkannte Spielergewerkschaft und Mitglied des internationalen FIFPRO-Netzwerks mit mehr als 70 nationalen Gewerkschaften.

Wie bewertet ihr die weltweite Sperre? Ist die Entscheidung der FIFA ein ausreichend starkes Signal zum Schutz von Spielerinnen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

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