Austria Klagenfurt reagiert auf den schwachen Herbst und installiert Slobodan Grubor statt Rolf Landerl als Cheftrainer. Der 57-jährige leitete bereits die erste Einheit. „Ich freue mich riesig auf die Aufgabe hier in Klagenfurt und auf die Arbeit mit der Mannschaft. Wir wollen vom ersten Tag an konzentriert und fleißig sein, eine klare Handschrift auf den Platz bringen und alles daransetzen, mit diesem Team erfolgreich zu sein“, sagt Grubor.
Sein Leistungsausweis
Ein Blick auf den Punktschnitt über seine bisherigen Cheftrainer-Stationen ergibt ein gemischtes Bild:
- FC Lustenau (09/10): 1,38 (16 Spiele)
- NK Aluminij (19/20): 1,30 (57)
- NK Aluminij (16/17): 1,23 (35)
- NK Orijent (23/24–24/25): 1,07 (27)
- Wolfsberger AC (13/14): 0,63 (8)
In Summe: 1,21 Punkte aus 143 Spielen. Das ist solide Mittelfeldkost – kein Aufstiegs-Turbo, aber auch kein Abstiegsalarm per se. Seine beste Phase stammt aus Aluminij/Lustenau, die jüngste Bilanz bei Orijent fällt deutlich nüchterner aus.
Die Lage abseits des Rasens
Sportlicher Neustart trifft auf heikle Finanzen: Klagenfurt steckt in Schieflage, es gab ausstehende Zahlungen an Spieler, ÖGK und Dienstleister; teils kam es zu Vertragsauflösungen. Ein Konkursverfahren wurde vorerst abgewendet, die Zahlungsfrist um drei Wochen verlängert. Um Abgänge zu verhindern, überwies der Klub zuletzt Gehälter – ein Schritt, aber noch keine Entwarnung.
Was davon zu halten ist
Grubor bringt Erfahrung aus mehreren Ligen und eine klare Idee – das kann Stabilität geben. Entscheidend wird, ob die Mannschaft seine Handschrift schnell annimmt und der Verein finanziell genug Ruhe schafft. Ohne Planungssicherheit bleibt jeder Matchplan ein Balanceakt.
Wie seht ihr den Move: richtiger Trainer in der Krise – oder zu wenig Wucht für den Umschwung? Diskutiert mit!






