Beim SV Penk in der 1. Klasse West lief die neue Spielzeit schon vor dem ersten Anpfiff anders als geplant. Arnold Freissegger, erst kurz vor der Saison als Trainer präsentiert, stand beim Heimauftakt gegen den Magdalener SC (2:2) nicht mehr an der Seitenlinie. Stattdessen stand Obmann Raffael Staudacher als Coach am Spielbericht.
Wenn zu viele Köche im Sporttopf rühren
Offiziell spricht man von „internen Differenzen“. Freissegger selbst wird deutlicher: „Im sportlichen Bereich wollten die Funktionäre mitreden – das geht bei mir gar nicht. Ich bin der Trainer und das passt einfach nicht zu meiner Arbeitsweise!“ Aus seiner Sicht war die sportliche Entscheidungsfreiheit nicht mehr gegeben, also zog er die Konsequenzen und verabschiedete sich noch vor Spiel 1.
Freissegger Abgang in Penk
Wichtig: Es war kein Rauswurf, sondern eine freiwillige Entscheidung von Freissegger. Penk startet also mit einer spontanen Übergangslösung in die Saison, während Freissegger nach neuen Herausforderungen sucht.
Obmann Raffael Staudacher stellte nach dem 2:2 gegen den Magdalener SC klar, dass am Sonntag nicht er selbst, sondern interimsmäßig Sektionsleiter Gerald Egarter gemeinsam mit Dietmar Feierabend und dem langzeitverletzten Julian Pirkebner an der Seitenlinie standen.
Zur Causa Freissegger sagt er: „Arnold hat leider das Handtuch geworfen, weil er dachte, es redet jemand bei der Aufstellung mit. Das war aber nicht so. Die Entscheidung müssen wir akzeptieren und nach vorne schauen. Einen Tag vor dem ersten Meisterschaftsheimspiel ist das natürlich nicht optimal – vor allem, weil die Spieler vom Training begeistert waren und gerne mit ihm weitergearbeitet hätten.“
Wer trägt am Ende die sportliche Verantwortung – der Trainer an der Linie oder die Funktionäre im Hintergrund?







