Nach dem Eklat rund um das U14-Spiel zwischen dem ASK Klagenfurt und Feldkirchen ist nun die erste offizielle Konsequenz da: Eldin Avdic wurde vom Kärntner Fußballverband vorläufig suspendiert. Damit steht nicht mehr nur der Wirbel rund um den Schiedsrichter im Fokus, sondern vor allem die Entscheidung des Verbands.
Der KFV macht damit unmissverständlich klar, dass die Causa nicht einfach als hitziger Ausrutscher am Spielfeldrand abgehakt wird. Im Nachwuchsfußball ist das ein Signal mit Wucht.
Suspendierung gilt für alle Funktionen
Laut Beschluss des Strafausschusses vom 22. April 2026 wird das Verfahren gemäß § 80 der ÖFB-Rechtspflegeordnung vorerst unterbrochen. Der Grund: Gegen Eldin Avdic läuft ein Strafverfahren, das derzeit bei der LPD Klagenfurt anhängig ist. Auch ein mögliches nachfolgendes Zivilverfahren wird in der Entscheidung erwähnt.
Zum Urteil auf der Webseite des KFV

Entscheidend ist jedoch vor allem ein Punkt: Über Avdic wurde eine vorläufige Suspendierung verhängt. Diese gilt für alle Funktionen im Verein und bleibt bis zur rechtskräftigen Beendigung des Strafverfahrens aufrecht. Das ist keine Randnotiz in schwerem Funktionärsdeutsch, sondern der eigentliche Paukenschlag.
Der Auslöser: heftige Vorwürfe nach U14-Partie
Ins Rollen gebracht wurde die Causa nach dem Nachwuchsspiel zwischen dem ASK Klagenfurt und Feldkirchen. Laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ vom 20. April 2026 kam es zwischen Trainer Eldin Avdic und Schiedsrichter Michael Roland Pinter zu einem massiven Streit. Dabei stand auch die Forderung nach einem Alkotest im Raum. Am Ende beschäftigte der Vorfall sogar die Polizei.
Pinter bezog später via Facebook öffentlich Stellung. Er erklärte, seit Geburt ein körperliches Handicap zu haben und sprachlich beeinträchtigt zu sein. Zudem stellte er klar, keinen Alkohol zu trinken und seine Spiele nach bestem Wissen und Gewissen zu leiten. Den Vorwurf, er habe ein Spiel manipuliert oder Kindern sinngemäß einen Sieg abgesprochen, wies er entschieden zurück.
Nachwuchsfußball im Schatten der Causa
Dass ausgerechnet ein U14-Spiel derart eskaliert, ist die eigentlich bittere Pointe. Wo Entwicklung, Respekt und Ausbildung im Mittelpunkt stehen sollten, bestimmen plötzlich Suspendierungen, Ermittlungen und öffentliche Stellungnahmen die Schlagzeilen. Das ist für den Nachwuchsfußball ungefähr so hilfreich wie ein Platzverweis beim Aufwärmen.
Mit der vorläufigen Suspendierung zieht der Verband nun eine klare Linie. Nicht als endgültiges Urteil, aber als deutliche Sofortmaßnahme.
Entscheidung mit Signalwirkung
In der Sache selbst ist noch nicht alles abgeschlossen. Die strafrechtlichen Ermittlungen laufen, das sportrechtliche Verfahren wurde deshalb unterbrochen. Dennoch ist die Lage in einem Punkt eindeutig: Eldin Avdic ist bis zur rechtskräftigen Entscheidung vorläufig suspendiert und darf aktuell keine Funktion im Verein ausüben.
Damit hat der Fall längst eine Dimension erreicht, die weit über einen gewöhnlichen Seitenlinien-Zoff hinausgeht. Der KFV hat reagiert, und zwar sichtbar.
Was sagt ihr zur Suspendierung?
Ist die vorläufige Sperre gegen Eldin Avdic in diesem Fall konsequent und richtig oder hätte der Verband zunächst abwarten sollen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.





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