25 Spielerinnen reisen im November nach Dänemark. Wer hier nur “Dabeisein ist alles” erwartet, hat die Rechnung ohne den Teamchef gemacht.
Der Kader steht: 3, 8 und 14 ergeben 25
Teamchef Alexander Bröms und General Managerin Gina Kingsbury haben sich nach dem Lehrgang in Klagenfurt Anfang Oktober festgelegt. Mit nach Dänemark reisen drei Torhüterinnen, acht Verteidigerinnen und 14 Stürmerinnen. Die WM läuft vom 6. bis 16. November. Das Ticket für diese Premiere hatte sich das Team schon im April 2025 in China gesichert. Das Warten hat sich also nur gefühlt wie eine Ewigkeit.
Zwischen St. Pölten, Seattle und Studentenwohnheim
Der Kader liest sich wie ein Reisekatalog. 13 Spielerinnen verdienen ihre Brötchen im Ausland, sechs davon im US-College-Eishockey. Besonders hervor sticht Theresa Schafzahl, die bei Seattle Torrent in der PWHL aufs Eis geht, der stärksten Frauenliga der Welt. Den größten Block stellen aber die Sabres St. Pölten mit sieben Spielerinnen. Eingespielte Abläufe sind in so einem Turnier kein Nachteil.
Wer auf Erfahrung hofft, findet sie ebenfalls. Das Durchschnittsalter liegt bei 24,3 Jahren, die Bandbreite reicht vom 17-jährigen Talent bis zur 37-jährigen Routinière. Beim Generationenvertrag auf dem Eis wurde jedenfalls nicht geschlampt.
Das Programm: Erst Villach, dann die Schwergewichte
Vor der Abreise steht ab dem 30. Oktober noch ein letzter Lehrgang in Villach an, inklusive Testspiel. Danach geht es nach Esbjerg. Dort wartet in Gruppe A ein Gegnerfeld, das man nicht gerade als Aufbaugruppe bezeichnen würde:
- Tschechien am 6. November
- Deutschland am 7. November
- USA am 9. November
- Schweiz am 10. November
Die besten vier Teams beider Fünfergruppen ziehen ins Viertelfinale ein. Die Gruppenletzten müssen am 13. November in Herning um den Klassenerhalt kämpfen. Kritisch gesehen ist das Auftaktprogramm kein Streichelzoo, schon der Start gegen Tschechien dürfte ein Realitätscheck werden. Andererseits: Wer in der Weltspitze mitspielen will, muss sich auch mit ihr messen. Bequemer wird es nicht.
Bröms macht Ansage: Niemand ist unschlagbar
Der Teamchef gibt sich bemerkenswert unbeeindruckt. Er sagt, man habe lange mit dem Staff beraten, um die bestmögliche Auswahl zu treffen, und er freue sich auf Duelle mit einigen der besten Nationen der Welt. Genau darauf habe man schließlich hingearbeitet. Sein Kernsatz: Kein Gegner sei unschlagbar. Österreich reise nicht an, um sofort wieder abzusteigen, sondern weil man an Siege glaubt.
Das ist mutig und genau die richtige Haltung. Ob Selbstvertrauen allein gegen die USA reicht, wird sich zeigen. Aber ein Team, das mit Rückzugsplan anreist, kommt selten weit.
Der Kader im Überblick (nach Alter absteigend sortiert)
Tor
- Anja Adamitsch, 24, KSV Highlanders
- Selma Luggin, 24, Sabres St. Pölten
- Magdalena Luggin, 20, Mercyhurst University (USA)
Verteidigung
- Charlotte Wittich, 33, Sabres St. Pölten
- Annika Fazokas, 29, EV Zug (SUI)
- Antonia Matzka, 27, Sabres St. Pölten
- Emma Mörtl, 22, Sabres St. Pölten
- Lisa Schröfl, 22, KSV Highlanders
- Anna Billa, 20, College of the Holy Cross (USA)
- Laura Nagy, 20, Long Island University (USA)
- Artemis Tekin, 18, Sabres St. Pölten
Angriff
- Eva Beiter, 37, SC Hohenems
- Tamara Grascher, 32, Graz99ers Huskies
- Anna Meixner, 32, Brynäs IF (SWE)
- Theresa Schafzahl, 26, Seattle Torrent (USA)
- Anja Trummer, 25, ZSC Lions (SUI)
- Lena Daubböck, 23, KSV Highlanders
- Marja Linzbichler, 22, Norwich University (USA)
- Hanna Obermayr, 22, Sabres St. Pölten
- Emma Pfeffer, 22, Merrimack College (USA)
- Emma Hofbauer, 21, Providence College (USA)
- Leonie Kutzer, 21, EV Zug (SUI)
- Vanessa Picka, 18, Leksands IF (SWE)
- Emma Lintner, 17, EV Zug (SUI)
- Amelie Suppan, 17, Sabres St. Pölten
Jetzt seid ihr dran
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