Wenn aus einem Jugendtraum Realität wird, darf man ruhig mal ungläubig dreinblicken. So erging es Julia Mischkounig, als ihre Mutter ihr die frohe Botschaft überbrachte: Red Bull Salzburg will dich! Kein Witz, kein Spaß – sondern der erste große Schritt auf dem Weg ins Profi-Fußballleben. Und der beginnt nicht irgendwo, sondern bei einer der ehrgeizigsten Fußball-Adressen des Landes.
Die 16-jährige Ausnahmespielerin, bislang Leistungsträgerin beim ASKÖ Köttmannsdorf, wechselt mit sofortiger Wirkung in die Nachwuchsakademie von Red Bull Salzburg.
Dort, wo seit Kurzem auch der Frauenfußball mit Nachdruck gefördert wird – samt eigenem Bundesliga-Team ab kommender Saison.
Nach ihrem Wechsel von ASKÖ Köttmannsdorf zur Nachwuchsakademie von Red Bull Salzburg hat sich Julia Mischkounig Zeit genommen, um mit uns über ihren großen Schritt zu sprechen.
Zwischen Vorfreude, Hofleben und Bundesliga-Träumen – hier kommen ihre Antworten, ungeschönt und ehrlich:
Interview: Zehn Fragen an Julia Mischkounig
1. Was war dein erster Gedanke, als du die Zusage bekommen hast?
Im ersten Moment konnte ich es gar nicht glauben, als meine Mama mir gesagt hat, ich habe die Zusage von Red Bull Salzburg bekommen. Ich habe mich riesig gefreut und mir gedacht, du hast es wirklich geschafft und deinen Traum erfüllt.
2. Wie hast du das Probetraining bei Red Bull Salzburg erlebt – was war anders als bei deinen bisherigen Stationen?
Red Bull ist eine Klasse für sich, es läuft alles sehr professionell ab, wir durften in den Trikots von Red Bull Salzburg trainieren, allein das war schon ein tolles Erlebnis. Auch das Training selbst war ganz anders als ich bisher erlebt habe.
3. Die Akademie hat einen großen Namen. Spürt man diesen „Red Bull-Spirit“ gleich vom ersten Tag an?
Ja, allein wenn man das Gelände betritt, spürt man es. Die ganze Anlage und die überdachte Kunstrasenhalle mit der Eishalle ist einfach eine Klasse für sich.
4. Was nimmst du aus deiner bisherigen fußballerischen Ausbildung mit, das dir jetzt in Salzburg helfen wird?
Ich denke meine Leidenschaft zu Fußball, mein Ehrgeiz werden mir in Salzburg sicherlich helfen, aber auch mein Durchsetzungsvermögen in den Spielen mit den Jungs wird mir weiterhelfen. Ich war in der bisherigen Mannschaft in Köttmannsdorf fast nur als einziges Mädchen am Spielfeld, da lernt man sich durchzusetzen.
5. Wie sehen deine Ziele für die kommende Saison aus – sportlich und persönlich?
Mich sportlich wie persönlich weiterentwickeln und mit einer Mannschaft Erfolge feiern.
Julia Mischkounig – Red-Bull-Salzburg
6. Du wirst mit den besten Nachwuchsspielerinnen des Landes trainieren. Was motiviert dich besonders an dieser neuen Herausforderung?
Meinen Traum verwirklicht zu haben und zu den besten Nachwuchsspielerinnen des Landes gehören, ist einfach cool. Mehr Motivation braucht man nicht.
7. Salzburg startet nun auch mit einer Frauen-Kampfmannschaft. Ist das für dich ein langfristiges Ziel – vielleicht sogar ein Bundesliga-Debüt?
Auf jeden Fall. Mein Traum ist es auch ins Nationalteam zu schaffen. Mal schauen was daraus wird.
8. Was würdest du jungen Mädchen sagen, die auch den Sprung in eine Akademie schaffen wollen? Hast du einen Tipp?
Immer an sich arbeiten und trainieren, um den anderen Spielerinnen immer einen Schritt voraus zu sein. Man muss für den Erfolg hart arbeiten und nie aufgeben.
9. Und jetzt mal ehrlich: Was wirst du am meisten von zu Hause vermissen – abgesehen von der Familie?
Meine Katzen, meinen Hund und das Leben am Bauernhof. Ganz wenig auch das Training mit den Jungs, die haben mich ja die letzten 10 Jahre fußballerisch begleitet.
10. Zum Schluss in einem Satz: Wer ist Julia Mischkounig – als Spielerin und als Mensch?
Ich glaube ich bin ein ehrgeiziger, zielstrebiger und verlässlicher Mensch, ob am Spielfeld oder menschlich, ich kann aber auch stur sein.
Was sagt ihr zu Julias Weg? Unterstützt ihr den Frauenfußball genauso leidenschaftlich wie sie ihn spielt? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
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Nicht nur die einzige aus Kärnten was zu RedBull wechselt:)
Lendorf ist auch dabei .
Freut uns für Helena! Wenn Lendorf vergisst, uns zu informieren, ist das sehr schade.