Die Kärntner Liga hat nach knapp fünf Runden ihr erstes Ausrufezeichen gesetzt: VST Völkermarkt pflügt mit einer makellosen Serie von fünf Siegen durch die Liga und thront souverän an der Tabellenspitze. 24 erzielte Tore – das ist nicht nur eine Duftmarke, das ist schon fast ein Drohbrief an die Konkurrenz. Am Wochenende wurde selbst der bisher starke ATSV Wolfsberg mit einem satten 5:2 aus der eigenen Arena geschossen. Wer die neue Regionalliga Süd erreichen will, muss wohl am VST vorbei. Viel Glück dabei!
Die Verfolger im Schattendasein
Hinter dem Tabellenführer rangeln gleich drei Teams mit je zehn Punkten: SV Donau Klagenfurt, SVG Bleiburg und TSV Grafenstein. Donau Klagenfurt könnte heute Abend im Derby gegen den SAK sogar noch nachlegen und sich als ernsthafter Jäger positionieren. Grafenstein machte mit dem Pflichtsieg gegen Kellerkind Spittal (2:1) seine Hausaufgaben, Bleiburg darf heute gegen die Austria Amateure ran – also Spannung pur.
Und der ATSV Wolfsberg? Trotz der Klatsche bleibt er Zweiter, weil er zuvor gnadenlos effizient punktete. Doch klar ist: Diese Abreibung von Völkermarkt wird noch nachhallen.
Die heiße Zone: Kampf um Platz 5
Da nur die Top 5 den Sprung in die neue Regionalliga Süd schaffen, wird es gerade im Mittelfeld richtig brenzlig. FC Cartrade Lendorf, TSU Matrei und SC St. Veit schielen alle nach oben. Matrei beeindruckte gegen Ferlach (2:0) mit starker Kulisse (702 Zuschauer – Bestwert der Runde!). St. Veit feierte gegen Nußdorf (3:1) einen wichtigen Dreier. Das zeigt: Wer zu lange zögert, wird aus den Top-5-Träumen unsanft geweckt.
Unten brennt schon jetzt die Hütte
Ein einziger Absteiger – doch das macht die Sache nicht weniger dramatisch. SV Spittal/Drau und Aufsteiger Nußdorf hängen mit nur einem Punkt auf den letzten Plätzen fest, Ferlach (2), Dellach/Gail (2) und der FC KAC (2) stehen gehörig unter Druck. Vor allem die Traditionsklubs KAC und Spittal wirken wie Oldtimer, die nicht mehr richtig anspringen wollen. Hier droht ein langer Überlebenskampf.
Zuschauerzahlen: Boom oder Schönrechnerei?
11.705 Fans haben die bisherigen 38 Spiele besucht – macht einen Schnitt von 308. Klingt stark, aber ein genauer Blick lohnt sich: Laut Spielberichten waren es in der 5. Runde insgesamt 2372 Zuschauer, Schnitt 395 pro Spiel. Nur: Bei manchen Zahlen wie „0“ oder „123“ runzeln wir die Stirn – da fragen wir traditionell bei den Vereinen nach, ob die Zahlen wirklich stimmen oder ob da einer den Zähler im Clubheim vergessen hat. Eine Bitte an Schiedsrichter und Funktionäre: Bitte genauer werden. Fakt ist: Die Kärntner Liga lebt von der Begeisterung auf den Plätzen, egal ob 100 oder 700 kommen.
Fazit: Alles für die Top 5 – oder nichts
Nach fünf Spieltagen zeigt sich ein klares Bild: Völkermarkt ist der Maßstab, dahinter ist noch alles offen. Das Derby heute zwischen SAK und Donau Klagenfurt könnte die Karten neu mischen. Und unten? Jeder Punkt wird schon jetzt wie Gold gefeiert.
Was meint ihr: Wer schafft den Sprung in die Top 5, und wer muss am Ende die traurige Reise in die Unterliga antreten? Schreibt eure Tipps in die Kommentare!













Rauf: Völkermarkt, Wolfsberg, Lendorf, Donau, Grafenstein
Runter wäre alles andere als Spittal eine Überraschung, die bräuchten schon ein Wunder. Wird ja für deren B Mannschaft auch vermutlich der Abstieg, glaub letzte Woche 17:0 in der 1.Klasse West verloren.