Eigentlich sollte der Ball im KFV Kelag Connect Cup längst ausgerollt sein. Stattdessen liefern sich der SV Gurk (2. Klasse C) und der SC Launsdorf (Kärntner Liga) ein munteres Nachspiel abseits des Rasens.
Der Grund: Ein Gewitter, ein strittiger Nachtragstermin und zwei Klubs, die die Sache völlig unterschiedlich sehen. Heute, Sonntag, 17 Uhr, sollte das Spiel in Gurk nun neu ausgetragen werden – der SC Launsdorf ist aber nicht angetreten.

Der Blitz macht Schluss beim Stand von 2:1
Zurückspulen: Am Freitag stand es zwischen den beiden Klubs 2:1 für Gurk, als ein kräftiges Gewitter dem Spiel ein vorzeitiges Ende setzte. Höhere Gewalt also, an der bekanntlich niemand etwas ändern kann – und doch der Ausgangspunkt für einigen Zündstoff.
Verbandsseite sorgt kurzzeitig für Verwirrung
Als wäre die Ausgangslage nicht schon knifflig genug, spukte kurzzeitig auf der offiziellen Verbandsseite der 21. Juli – also ein Dienstag – als Nachtragstermin herum. Am Ende blieb es aber offiziell beim heutigen Sonntag, 17 Uhr, in Gurk. Genug Stoff für Missverständnisse war damit jedenfalls gesät.
Launsdorf-Boss Erlacher: “Extrem angefressen”
Auf Launsdorfer Seite hält man mit Kritik nicht hinterm Berg. Clubchef Erich Erlacher lässt keinen Zweifel daran, dass ihn das Vorgehen der Gurker Funktionäre ordentlich geärgert hat. Sein Klub feierte gerade erst nach 17 Jahren wieder ein zweitägiges Sportfest – und just in diese Zeit fiel die Bitte um eine Verlegung, der man in Gurk laut Erlacher nicht zustimmen wollte. Pikant: Der Gurker Trainer soll dem ursprünglich angepeilten Dienstagstermin bereits zugesagt haben, ehe daraus doch nichts wurde. Kein Wunder, dass bei Erlacher der Frust sitzt.
Gurk kontert: Trainer Luschin nimmt kein Blatt vor den Mund
Ganz anders liest sich die Version aus Gurk. Trainer Stefan Luschin verweist zunächst darauf, dass man dem Gegner beim ursprünglichen Freitagstermin bereits entgegengekommen sei. Für das Gewitter könne ohnehin niemand etwas, wobei er einräumt, dass der Schiedsrichter ruhig noch etwa eine halbe Stunde hätte zuwarten können, ehe er den Sack zumachte. Für einen weiteren Aufschub sieht Luschin diesmal aber keinen Spielraum: Unter der Woche seien bei seiner Truppe schlicht zu viele Spieler beruflich verhindert, etwa wegen Montagearbeiten. Und in der 2. Klasse C, betont er süffisant, regiere nun einmal nicht das große Geld – “vor allem nicht in Gurk”.
“So aufsteigen wollten wir nicht”
Besonders bitter dürfte für Gurk, dass Launsdorf zum Nachtragstermin gar keine Mannschaft geschickt hat. Luschin macht deutlich, dass man sich einen kampflosen Aufstieg im Cup so nicht vorgestellt hat – lieber würde man sich das Weiterkommen sportlich auf dem Platz mit unseren Fans verdienen.
Interne Umfrage kippt den Dienstagtermin
Aus dem Gurker Umfeld wäre man wegen des Launsdorfer Sportfests durchaus für eine Verlegung auf Dienstag gewesen – schließlich sei man ja auch verständnisvoll gegenüber der Ausnahmesituation beim Gegner. Eine interne Umfrage habe aber ergeben, dass gerade unter der Woche, allen voran am Dienstag, zu viele Spieler verhindert gewesen wären. Da er selbst “nur” Trainer und kein Funktionär sei, habe er sich bei der Entscheidung zurückgehalten. Auch er bestätigt: Das Wetterargument stimmt – der Schiedsrichter hätte trotzdem etwas geduldiger sein können.
Wie geht’s weiter?
Zwei Klubs, zwei Wahrheiten, ein Nachtragsspiel, das heute um 17 Uhr in Gurk nicht angefiffen wurde. Sportlich fair wäre freilich nur eine Variante: dass der Cup-Fight auf dem Rasen entschieden wird und nicht am Verhandlungstisch.
Wie seht ihr das: Hätte Gurk noch einmal entgegenkommen müssen, oder ist die Kritik aus Launsdorf übertrieben? Schreibt’s uns in die Kommentare!





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