Kurz vor dem Start der neuen Saison sorgt der Fußball im Lavanttal für Gesprächsstoff. Der SK St. Andrä und der SV Maria Rojach gehen ab der Spielzeit 2026/27 gemeinsame Wege. Was beide Vereine als zukunftsweisende Kooperation präsentieren, bringt für die Unterliga Ost allerdings auch unangenehme Folgen mit sich.
Spielerschwund zwingt St. Andrä zum Handeln
Beim SK St. Andrä sah man offenbar keine andere Möglichkeit mehr. Zahlreiche talentierte junge Spieler haben den Verein verlassen. Gleichzeitig war die Kaderplanung im Nachwuchsbereich immer wieder davon abhängig, welche Akteure beim Wolfsberger AC oder bei den WAC Amateuren in der Regionalliga keinen Platz fanden.
Nach Angaben eines Insiders machte diese schwierige Situation eine neue Lösung notwendig. Nun sollen die Kräfte mit dem SV Maria Rojach gebündelt werden.
Zwei Vereine aus einer Gemeinde rücken zusammen
Maria Rojach ist eine Ortschaft der Gemeinde St. Andrä im Lavanttal und zählt 346 Einwohner. Die neue Partnerschaft soll beiden Klubs mehr Stabilität geben und eine tragfähige Basis für die kommenden Jahre schaffen.
Der Gedanke dahinter klingt grundsätzlich vernünftig: Statt sich gegenseitig Spieler und Ressourcen streitig zu machen, will man künftig gemeinsam am regionalen Fußball arbeiten. Ob daraus tatsächlich eine langfristige Erfolgsgeschichte entsteht, muss sich allerdings erst auf dem Platz zeigen.
Unterliga Ost verliert ein Team
Für die übrigen Vereine der Unterliga Ost kommt die Entscheidung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. So knapp vor Saisonbeginn dürfte die Meisterschaft nach aktuellem Stand nur noch mit 13 Mannschaften ausgetragen werden.
Damit verliert jeder Klub ein Heimspiel und somit auch wichtige Einnahmen aus Eintritt, Kantine und Sponsorenpräsenz. Gerade für kleinere Vereine ist das alles andere als eine Nebensache.
Aus dem Fanlager kommt deshalb deutliche Kritik: „Kann man so etwas nicht früher bekannt geben?“ Eine Frage, die angesichts des Zeitpunkts durchaus ihre Berechtigung hat.
Auftakt gegen Bad St. Leonhard fällt aus
Das für Samstag, den 1. August 2026, um 17:30 Uhr geplante Meisterschaftsspiel zwischen St. Andrä/Lavanttal und Bad St. Leonhard findet somit nicht statt.
Für Spieler, Fans und Funktionäre ist die kurzfristige Absage bitter. Noch schwerer wiegt für die Liga allerdings die Tatsache, dass nun eine komplette Saison mit ungerader Teilnehmerzahl organisiert werden muss.
Präsident Grubelnig begrüßt die Kooperation
Günther Grubelnig, Präsident des SV Maria Rojach, bewertet den Zusammenschluss via Facebook positiv:
„Eine perfekte Lösung. Ich wünsche der neuen Partnerschaft viel Erfolg und eine erfolgreiche Zukunft im Sinne des Sports.“
Weitere Stellungnahmen waren bislang nicht zu bekommen. Mehrere telefonische Anfragen blieben unbeantwortet. Gerade bei einer Entscheidung mit derart weitreichenden Folgen für die gesamte Liga wäre etwas mehr Kommunikation durchaus wünschenswert gewesen.
Zukunftslösung oder zu später Notfallplan?
Sportlich kann die Zusammenarbeit eine echte Chance sein. Zwei Vereine aus derselben Gemeinde ziehen an einem Strang und versuchen, den regionalen Fußball langfristig abzusichern.
Der Zeitpunkt hinterlässt dennoch einen faden Beigeschmack. Für die anderen 13 Klubs bedeutet die neue Situation weniger Spiele, weniger Einnahmen und eine kurzfristig veränderte Saisonplanung. Gute Idee, schwierige Umsetzung: So lässt sich dieser Fußball-Paukenschlag wohl am treffendsten zusammenfassen.
Was sagt ihr zur Kooperation? Ist der Zusammenschluss die richtige Lösung oder hätte die Entscheidung deutlich früher kommuniziert werden müssen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!





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