Start wie aus der Eishockey-Werbung
Keine Verschnaufpause, kein Abtasten – nach 61 Sekunden klingelt’s zum ersten Mal, nach 82 Sekunden gleich wieder. Österreich legt gegen Australien einen Hochgeschwindigkeits-Start hin und gewinnt in Katowice (Div. I, Gruppe B) 11:0. So sieht eine Antwort auf das 2:4 gegen China aus: laut, deutlich, unübersehbar.
Zahlen, die knallen
Die Schussbilanz liest sich wie ein Boxscore aus einem Videospiel: 62:15 Torschüsse für Rot-Weiß-Rot, aufgeteilt in 24:5 | 19:6 | 19:4 pro Drittel. Dazu drei Powerplay-Treffer – Effizienz, die Spiele bricht. Wer hier noch nach einer „Reaktion“ gefragt hat, bekam gleich elf.
Heldinnen auf der Tafel: Lintner führt Regie
Emma Lintner schnürt einen Hattrick (11:14 PP, 50:15, 53:18) und dirigiert das Offensiv-Orchester. Johanna Sintschnig setzt die Eckpfeiler – 1:0 (1:01) und den 11:0-Schlusspunkt (56:13). Vanessa Picka trifft doppelt (8:04, 32:09), Hanna Pap (1:22), Florentina Rumpl (13:06 PP), Amelie Suppan (18:49 PP) und Leandra Pirker (51:42) vollenden den Kantersieg. Extralob für Theresa Oschgan und Ida Schöglmann, die Vorlagen verteilten wie Pucks am Buffet.

Beton hinten: Reisinger räumt auf
Vorne Spektakel, hinten Souveränität: Lara Reisinger hält, was zu halten ist – Shutout! Österreich verteidigt konsequent, killt die wenigen brenzligen Momente früh und bleibt über 60 Minuten klar Herrin der Lage.
Tabelle, Trend und Taktik
Nach den Spielen laut Anzeige: 4:0 vs GBR, 2:4 vs CHN, 11:0 vs AUS – damit 6 Punkte aus 3 Partien und ein Torverhältnis von 17:4. Der Fahrplan ist simpel und schwer zugleich: jetzt alles gewinnen (nächste Aufgaben: Spanien, Polen) und auf einen Umfaller der Chinesinnen hoffen. Klingt nach Rechenschieber? Ja. Klingt erreichbar? Ebenfalls ja – wenn das Powerplay so scharf bleibt und der Start weiter derart giftig ist.
Was bleibt hängen?
Australien war schnell überfordert, aber Österreich blieb gierig und diszipliniert – zwei Tugenden, die gegen stärkere Gegner den Unterschied machen. Das war nicht nur Wiedergutmachung, das war ein Statement mit Ausrufezeichen. Jetzt braucht’s Konstanz und einen kleinen chinesischen Stolperer.
Eure Meinung?
War das der Wendepunkt für Rot-Weiß-Rot? Wer war eure Spielerin des Spiels – Lintner mit dem Hattrick, Sintschnig als Taktgeberin oder Reisinger mit dem feinen Shutout? Ab in die Kommentare!
















