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Interview Luca Morgenstern: Vom KFV-Cupsieger Lendorf zum Meister Sturm Graz

Sport Fan by Sport Fan
30. Juli 2025 6:00
in Admiral 2. Liga, Fussball, Kärntner Liga, Kärntner Sport, Sportnews
Reading Time: 19 mins read
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Ein Kärntner Youngster auf dem Weg nach oben

Kaum beim FC CT Cartrade Lendorf aus dem Trikot geschlüpft, schon streift er sich jenes von Sturm Graz über. Der 17-jährige Innenverteidiger Luca Morgenstern wechselt vom Kärntner Liga-Verein direkt zum österreichischen Meister und unterschreibt einen langfristigen Vertrag. In der kommenden Saison soll er für Sturm II in der Admiral 2. Liga auflaufen. Ein bemerkenswerter Karriereschritt – und eine Geschichte, die sich wie ein modernes Fußballmärchen liest. Im Interview spricht Luca über den Moment der großen Nachricht, das erste Training in Graz und seinen Traum vom Nationalteam.

Luca Morgenstern - FC Lendorf Foto: Günter Dokter
Luca Morgenstern – FC Lendorf Foto: Günter Dokter

Welcher Gedanke ging dir durch den Kopf, als du erfahren hast, dass Sturm Graz dich verpflichten will?

Ich bekam die Nachricht von meinem Papa auf mein Handy – und konnte es kaum glauben: Ich durfte beim besten Verein Österreichs auf Probe trainieren! Sofort habe ich ihn angerufen und gefragt, ob das wirklich kein Scherz sei.

Ein Transfer, der mit einer Nachricht vom Vater beginnt – im Zeitalter der Berater eine fast nostalgische Wendung.

Wie hast du das Probetraining in Graz erlebt – was war dir sofort positiv aufgefallen im Vergleich zu Lendorf?

Von Anfang an hat mich die Intensität im Training begeistert. Jedes Training bedeutet, alles zu geben. Viele Spieler haben eine enorme Qualität, jeder will sich zeigen. Der Kader ist groß, der Konkurrenzkampf hart – und genau das motiviert mich noch mehr.

Willkommen in der Welt des Profifußballs. Wer hier bestehen will, muss nicht nur mithalten – sondern auffallen.

Mit Ralf Rangnick im ÖFB-Perspektiv-Lehrgang – was geht in dir vor, wenn du das hörst?

Es ist der Traum eines jeden Kindes, eines Tages für das Nationalteam zu spielen. Jetzt gehöre ich zu den 29 Spielern, die diese Chance bekommen haben. Dass Ralf Rangnick Trainer an der Seitenlinie steht, ist für mich zusätzliche Motivation.

Einmal kurz blinzeln und plötzlich ist man im Fokus des Teamchefs – Luca weiß, dass das keine Einladung zum Träumen ist, sondern ein Auftrag.

Dein Sprung aus der Kärntner Liga direkt zum Meisterclub ist außergewöhnlich – was hat dich darauf vorbereitet?

Vorbereiten musste mich darauf niemand. Diese Nachricht allein hat gereicht – ich wollte einfach nur nach Graz, um den Trainern zu zeigen, was ich kann. Mir ist bewusst, dass der Sprung von der 4. in die 2. Liga groß ist, aber ich vertraue auf meine Qualität und wusste: Ich kann da mithalten.

Ein Satz, der zeigt: Hier spricht keiner, der sich durch Zufall hochgespült fühlt – sondern jemand, der weiß, dass er auf dem Platz eine Antwort hat.

Du bist 1,99 m groß und verteidigst – worin siehst du deine größten Stärken, physisch oder technisch?

Auch wenn ich aufgrund meiner Größe körperlich gut aufgestellt bin, weiß ich, dass ich noch Luft nach oben habe. Meine größten Stärken sehe ich aber trotzdem am Ball. Außerdem würde ich mich selbst als intelligenten Spieler bezeichnen.

Ein Turm mit Übersicht – wer das richtige Timing mit Ball und Kopf kombiniert, ist schwer zu überwinden. Oder besser gesagt: fast unmöglich.

Sturm plant dich für die zweite Mannschaft in der 2. Liga – wie stellst du dir deinen idealen Start in Graz vor?

Mein Ziel ist klar: so schnell wie möglich in der Startelf stehen und der Mannschaft helfen. Der Konkurrenzkampf ist hoch, aber ich bin bereit, alles zu geben, um für den Trainer unverzichtbar zu werden.

Ein Satz wie eine Bewerbung – nicht für einen Platz im Kader, sondern für Verantwortung.

Luca Morgenstern - FC Lendorf Foto: Günter Dokter
Luca Morgenstern – FC Lendorf Foto: Günter Dokter

Trainer Christoph Wurm sagte, du hast überzeugt – wie war die Integration im Trainingslager in Bad Waltersdorf?

Ein Trainingslager ist nicht immer einfach, wenn man neu in einer Mannschaft ist und noch niemanden kennt. Trotzdem war es eine richtig coole Woche. Das Team hat mich super aufgenommen, ich habe mich sofort wohlgefühlt.

Schnelle Integration ist im modernen Fußball Gold wert – wer auf dem Platz liefern will, muss sich auch abseits davon fallen lassen können. Luca scheint beides hinzubekommen.

Beim FC Lendorf hast du über 50 Einsätze gesammelt – was nimmst du aus dieser Erfahrung für dein Leben als Profi mit?

In den letzten zwei Jahren habe ich gelernt, wie wichtig Zusammenhalt ist – egal ob in guten oder schlechten Zeiten, egal ob junge oder erfahrene Spieler. Auf und neben dem Platz muss man füreinander da sein, und am Platz sollte jeder für jeden anderen durchs Feuer gehen.

Eine gesunde Portion Fußballromantik – und die Hoffnung, dass solche Werte auch in der 2. Liga nicht verlorengehen.

Der Weg führt jetzt Richtung Bundesliga – was ist dein konkretes Ziel in der ersten Saison bei Sturm II?

Ich will mich in jedem Training weiterentwickeln, alles geben und so viele Spielminuten wie möglich sammeln. Mein Ziel bleibt: so schnell wie möglich in die Startelf.

Keine Alibi-Antwort, kein „erst mal ankommen“ – Luca will rein, rauf und weiter.

Zum Abschluss: Wer ist Luca Morgenstern – als Spieler und als Mensch –, in einem Satz?

Ich bin ein sehr ehrgeiziger und vor allem auch emotionaler Fußballer, der alles für seine Mannschaft gibt, nie zufrieden ist und immer nach mehr strebt.

Ein Satz wie ein Versprechen – an sich selbst, an den Klub, und vielleicht auch an alle, die ihm beim Wachsen zusehen.

Luca Morgenstern - FC Lendorf Foto: Günter Dokter
Luca Morgenstern - FC Lendorf Foto: Günter Dokter
Luca Morgenstern - FC Lendorf Foto: Günter Dokter

Wie seht ihr das? Ist Luca Morgenstern einer, den wir bald ganz oben sehen – oder muss er sich erst noch im Männerfußball beweisen? Schreibt uns eure Meinung!

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