Klares Signal aus Klagenfurt
Der EC-KAC hat in seiner Kaderplanung die nächste Entscheidung getroffen: Josh Teves und Nolan Moyle werden in der Saison 2026/27 nicht mehr für die Rotjacken auflaufen. Beide während der Spielzeit geholten Legionäre erhalten kein neues Vertragsangebot. Damit macht der Klub unmissverständlich klar, dass er auf diesen Positionen künftig andere Lösungen anstrebt.
Teves: Spektakulärer Start, aber kein Happy End
Josh Teves legte in Klagenfurt einen Einstand hin, bei dem man sich verwundert die Augen rieb: Auswärts in Innsbruck schnürte der Verteidiger bei seinem Debüt gleich einen Hattrick. Ein Verteidiger mit drei Toren zum Einstand? Das klingt eher nach Eishockey-Satire als nach Alltag. Danach blieb der 31-jährige Kanadier, abgesehen von einer kurzen Verletzungspause im Jänner, ein verlässlicher Bestandteil des Teams. In 30 Einsätzen sammelte er 16 Scorerpunkte und kam auf einen Plus/Minus-Wert von +9. Zahlen, mit denen man sich nicht verstecken muss. Umso deutlicher ist die Botschaft des Vereins: ordentlich war gut, aber eben offenbar nicht gut genug für die Zukunft.
Moyle: Solide Produktion, aber Schatten auf der Bilanz
Auch Nolan Moyle darf nach nur kurzer Station wieder weiterziehen. Der 27-Jährige war erst Ende Jänner nach Klagenfurt gekommen und übernahm den Kaderplatz des langzeitverletzten Thomas Hundertpfund. Statt zentral im Angriff wurde der US-Amerikaner meist am Flügel eingesetzt, wo er schnell offensiv Akzente setzte. Ab seinem zweiten Einsatz punktete er gleich in sechs Spielen in Serie, insgesamt kamen in zwölf Partien neun Scorerpunkte zusammen. Klingt vernünftig, ist es auch. Nur: Der Minus/Plus-Wert von -5 war einer der schwächsten im Kader. Und genau dort beginnt in der sportlichen Bewertung oft das Kleingedruckte, das am Ende lauter spricht als jede nette Punktestatistik.
KAC setzt auf neue Wege
Der Klub verabschiedet sich offiziell mit Dank und guten Wünschen, sportlich aber ist der Befund eindeutig: Die Verantwortlichen wollen auf beiden Positionen andere Profile, andere Impulse, vielleicht auch mehr Wucht, mehr Stabilität oder schlicht einen besseren Gesamtfit. Auf Seite 2 der Mitteilung werden Teves und Moyle bereits bei den fixierten Abgängen geführt – gemeinsam mit David Maier. Die Richtung ist also vorgegeben, der Umbau läuft.
Noch kein Drama, aber ein Fingerzeig
Diese Personalien sind kein Paukenschlag, aber sehr wohl ein Fingerzeig. Teves brachte Offensivglanz von hinten, Moyle lieferte in kurzer Zeit brauchbare Zahlen – und trotzdem reicht es nicht für eine Verlängerung. Das zeigt einmal mehr: Im Profisport zählen nicht nur gute Momente, sondern das Gesamtpaket. Oder anders gesagt: Ein heißer Start und ein paar ordentliche Wochen sind nett, aber Kaderplanung ist kein Wunschkonzert mit Zugabe.
Was sagt ihr zu den Entscheidungen des KAC? Verständlicher Schnitt oder wäre bei einem der beiden mehr drin gewesen? Schreibt es in die Kommentare!






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