Der EC iDM Wärmepumpen VSV und Nikita Scherbak gehen ab sofort getrennte Wege. Der Klub und der 30-jährige Angreifer haben sich darauf geeinigt, die Zusammenarbeit nicht über die laufende Vertragsdauer hinaus fortzusetzen. Damit ist klar: Scherbak wird künftig nicht mehr im blau-weißen Trikot auflaufen.
Zwei Jahre Villach, viele Punkte, ordentlich Wucht
Der in Moskau geborene Offensivspieler war vor der Saison 2024/25 aus Angers nach Villach gewechselt und stand in den vergangenen zwei Spielzeiten für die Adler am Eis. In 103 Einsätzen sammelte Scherbak 23 Tore und 62 Assists, macht in Summe starke 87 Punkte. Dazu kommt eine Plus-Minus-Bilanz von +9. Kurzum: Einer, der offensiv nicht gerade auf Tauchstation war.
Gerade im Angriff gehörte Scherbak damit zu den verlässlicheren Figuren im Kader. Kein Zauberer mit Dauergrinsen, aber eben ein Spieler, der liefern konnte, wenn es gefragt war. Solche Leute verabschieden sich nicht geräuschlos, auch wenn Presseaussendungen das naturgemäß gerne geschniegelt und geschniegelt daherkommen lassen.
Kein Unbekannter im internationalen Eishockey
Auch ein Blick auf seine Vita zeigt, dass hier kein Durchschnittsprofi seine Koffer packt. Scherbak wurde im NHL Draft 2014 in der ersten Runde an Position 16 gezogen und brachte es auf 37 Einsätze in der NHL für die Montréal Canadiens und die Los Angeles Kings. Das liest sich nicht nur gut auf dem Papier, das ist auch ein Hinweis auf Qualität, die man in Villach nicht an jeder Ecke findet.
Trennung mit Handschlag, aber nicht ohne Beigeschmack
Offiziell endet die gemeinsame Zeit nach zwei Saisonen einvernehmlich, weil der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird. Der VSV bedankt sich für Einsatz und Leistungen und wünscht Scherbak für seine sportliche und persönliche Zukunft alles Gute. So weit, so korrekt. So weit, so klassisch.
Spannend wird es aber beim Blick zwischen die Zeilen. Denn rund um sein Aus gab es durchaus Gesprächsstoff. Nach einer Aussprache mit dem Trainer fehlte Scherbak im darauffolgenden Spiel und wurde als krank gemeldet. Natürlich gilt: Alles andere als die offizielle Linie bleibt Spekulation. Aber ganz ehrlich: Im Eishockey fällt so ein Timing nicht einmal dem Hallensprecher zufällig auf. Da darf man zumindest die Frage stellen, ob diese Trennung wirklich nur eine nüchterne Personalentscheidung war oder ob es intern schon länger geknistert hat.
Ein Abgang, der den VSV sportlich trifft
Sportlich verliert der VSV jedenfalls einen Spieler mit Scoring-Qualität und internationalem Format. Solche Abgänge lassen sich nicht einfach mit einem Schulterzucken abhaken. Jetzt wird spannend, wie Villach diese Lücke schließen will. Denn Punkte wachsen nicht auf Bäumen, schon gar nicht in einer Liga, in der jeder Meter Eis hart erarbeitet werden muss.
Was meint ihr: War die Trennung logisch oder steckt da mehr dahinter, als offiziell gesagt wird? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.






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