Blitzstart mit Tunnel & frühem Ausrufezeichen
Keine Zeit zum Warmwerden: Nach 32 Sekunden sticht der KAC zu. Nick Petersen legt clever an der Bande ab, Simeon Schwinger zieht diagonal rein und tunnelt Pasquale – 1:0, Heidi Horten-Arena im Party-Modus. Pustertal antwortet giftig: Purdeller zirkelt aus dem rechten Kreis ans Eisen (5.). Der Ton ist gesetzt: schnell, hart, mit reichlich Kanten.
Short-Handed Show: From trifft in Unterzahl
Der KAC lässt im ersten Gäste-Powerplay nicht nur sechs (!) Befreiungen springen, sondern kontert auch kühl: Kempe und From laufen den „Zwei-gegen-Eins“, später Querpass, kurzer Prozess – 2:0 (16.). Pustertal bleibt dran: Kurz vor Drittelende fliegt ein Andergassen-Chip in den Slot, Bowlby verwertet artistisch aus der Luft – 2:1 (19:48). Wer blinzelt, verpasst ein Tor.
Chancenfeuerwerk und Torhüter-Duell
Im Mitteldrittel geht’s rauf und runter. Rueschhoff scheitert im Nachstochern an Vorauer, im Gegenzug läuft Herburger solo – Pasquale sagt „nein“. Klagenfurt kombiniert dann zum Zungenschnalzen: From öffnet diagonal, Kempe leitet blind weiter, Waschnig schiebt souverän ein – 3:1 (32:06). Dazwischen: Unterweger mit Hechtsprung-Defensivkunst, Fraser knapp vorbei, Zanatta-Geschoss streicht über die Latte. Eishockey fürs Highlight-Reel.
Schlussakt mit Nervenflattern
Nach der Pause zunächst Bowlby aus spitzem Winkel daneben, dann KAC im Vorwärtsgang – From wird im letzten Moment geblockt. Van Ee und Muršak schnuppern an der Vorentscheidung, Pasquale bleibt standhaft. Pustertal wirft alles rein: Zanatta schießt, Bowlby fälscht, Frycklund stochert ein – 3:2 (55:37). Sechs Feldspieler, Dauerdruck, aber Vorauer friert heiß – und der Rekordmeister bringt’s über die Linie.
Zahlen & Rahmen
- Endstand: EC-KAC – HC Pustertal 3:2 (2:1, 1:0, 0:1)
- Tore:
1:0 Schwinger (00:32, Petersen, Nickl)
2:0 From (15:35, Kempe, Nickl) SH
2:1 Bowlby (19:48, Andergassen, Zanatta)
3:1 Waschnig (32:06, Kempe, From)
3:2 Frycklund (55:37, Bowlby, Zanatta) - Datum & Ort: 05.01.2026, Heidi Horten-Arena, 4.239 Zuschauer
- Refs: Smetana, Sternat
- KAC-Goalie: Vorauer – stark, cool, nervenfest
- Besonderheiten: Ein Unterzahltor, ein Metalltreffer, mehrere Monster-Blocks (u.a. Unterweger)
Lineup-Notiz der Rotjacken
Vorauer (Sicher) | Teves–Nickl, Sablattnig–Maier, Simovic–Unterweger | Schwinger–Muršak–Petersen, Waschnig–Kempe–From, Fraser–van Ee–Herburger, Dobrovolny–Obersteiner–Hochegger
Fehlten: Jensen Aabo, Murray, Lam, Hundertpfund, Gomboc (verletzt); Dahm, Preiml (angeschlagen)
Der Blick von der Bank
Head Coach Kirk Furey sah „60 Minuten mit vielen guten Beinen und engem Verbund“. Übersetzt: Struktur passte, Direktspiel brachte die Treffer, das Vier-Linien-Tempo war der Schlüssel. Vorauer lieferte erneut zuverlässig, und nach sechs Partien in zehn Tagen steht unter dem Strich: nur einmal ohne Punkt – das ist Meisterreife. Frei-Tag verdient, Derby-Freitag im Kopf.
Kurzfazit mit Kanten
Der KAC kombiniert, killt, kontert – und wankt am Ende kurz, ohne zu fallen. Pustertal? Zäh wie Leder, mit späten Krallen. Unterschied? Effizienz zur rechten Zeit und ein Torhüter, der im heißesten Moment kälter ist als jede Bande.
Eure Meinung!
War das die reife Spitzenmannschaft – oder hat der KAC am Ende zu sehr gezittert? Welche Szene war für euch der Gamechanger? Ab in die Kommentare!










