Co-Trainer weg, Hoffnung auch? Sturm schnappt sich Lassnig
Erst der Kader, dann auch noch die Trainer! B ei Austria Klagenfurt brennt der Baum, zumindest sportlich!
Nach mehreren Kaderveränderungen folgt der nächste Abgang des Sommers – diesmal trifft es keinen Spieler sondern Trainer: Martin Lassnig, bisher Co-Trainer in der Admiral-Bundesliga, verlässt endgültig den Verein.
Lassnig hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, eine Pause einlegen zu wollen. Doch wie so oft im Fußball kam es anders: Statt Auszeit entschied er sich nun überraschend für einen Wechsel zum amtierenden Meister Sturm Graz.
Der 41‑Jährige zieht weiter zum frischgebackenen Meister Sturm Graz, wo er ab sofort Michael Madl ersetzt, der sich aus privaten Gründen zurückzieht.
Sturm-Sportchef Michael Parensen lobt Lassnig in höchsten Tönen: „Er bringt Bundesliga-Erfahrung, positive Emotionalität und passt hervorragend in unser Team.“ Klare Sache: Sturm gewinnt, Klagenfurt verliert. Wieder mal. Und das bevor überhaupt ein Ball gerollt ist.
Kaderumbruch oder Kaderzusammenbruch?
Während in Graz die Weichen auf Zukunft gestellt werden, herrscht in Klagenfurt Alarmstufe Lila. Die Fans warten vergeblich auf Neuzugänge – und das inzwischen seit Wochen. Stattdessen wächst die Liste der Abgänge beinahe täglich. Ein Kaderumbau ist das nicht mehr – das ist Abriss mit Presslufthammer!
Und hier die traurige Galerie der Auszüge:
- Christopher Wernitznig sagt Servus und geht zu Ried.
- Spari und Robatsch schlagen in Deutschland auf.
- Niklas Szerencsi wechselt zur Vienna.
- Tobias Koch finden beim GAK ein neues Zuhause.
- Kosmas Gezos vereinslos
- Christopher Cvetko wird bei Blau-Weiß Linz vorstellig.
- Nicolas Binder zieht’s in die Niederlande zu Cambuur Leeuwarden.
Als wäre das nicht genug, laufen laut transfermarkt.at auch noch die Verträge von gleich 12 Spielern aus – und keine Verlängerung in Sicht. Betroffen sind: Marco Knaller, Thorsten Mahrer, Simon Straudi, Solomon Bonnah, Iba May, Dikeni Salifou, Philipp Wydra, Keanan Bennetts, Steven Juncaj, Tristan Schoppitsch, Florian Jaritz, Aaron Sky Schwarz und Ben Bobzien.
Martin Hintereggers Vertrag galt angeblich nur für die Admiral-Bundesliga. Ob er für Klagenfurt oder wieder für den SGA Sirnitz auflaufen wird, steht noch nicht fest. Matteo Kitz (Jungprofivertrag bis 2026) ist derzeit im Maturastress, an Anfragen mangelt es aber derzeit nicht.
Man fragt sich langsam: Gibt’s bald überhaupt noch eine Mannschaft?
Wer ist überhaupt noch da?
Derzeit stehen mit Denzel Owusu, Jonas Kühn, Matthias Dollinger, Bego Kujrakovic, Laurenz Dehl, Dino Delic, David Toshevski noch ein paar Spieler unter Vertrag. Daneben noch Alexander Turkin und Adem Mustafic – aber ob das schon ein Zweitliga-tauglicher Kern ist, darf mehr als bezweifelt werden.
Vorbereitung läuft – aber für wen?
Seit dem 16. Juni wird im Sportpark wieder trainiert. Cheftrainer Rolf Landerl arbeitet mit einer Mischung aus verbliebenen Stammspielern und jungen Talenten aus der eigenen Akademie. Teammanager Sandro Zakany hat immerhin vier Testspiele in der Sommerpause organisiert – mit wem die ausgetragen werden, bleibt die spannendere Frage. Ein bisschen erinnert das Ganze an eine Theaterprobe ohne Darsteller: Bühne steht, Publikum wartet – aber der Hauptdarsteller fehlt.
Warten auf Godot – oder wenigstens einen Neuzugang
Während andere Klubs munter präsentieren, verpflichtet und verlängern, herrscht in Klagenfurt Schweigen im Transfer-Wald. Die Fans sind irritiert, die Medien fragen sich: Hat Austria Klagenfurt überhaupt einen Plan? Oder geht man mit einem Rumpfkader in die 2. Liga und hofft auf ein violettes Wunder?
Fakt ist: Ohne klare Strategie, ohne frisches Personal und ohne kommunizierte Perspektive wird die kommende Saison eine zähe Angelegenheit. Dass da die Euphorie bei den Anhängern ausbleibt, ist kein Wunder – eher ein Warnsignal.
Was denkt ihr: Hat Klagenfurt die Lage noch im Griff oder wird das ein Absturz mit Ansage? Wer sollte kommen – und wer muss bleiben? Kommentiert und diskutiert mit!







