Das Unentschieden als Abschiedsgeschenk
Ein Punkt gegen den Lokalrivalen ATUS Ferlach – eigentlich kein schlechtes Ergebnis. Doch für Nenad Pavicevic war das Derby-Remis nach 5 Niederlagen in Serie offenbar der letzte Auftritt in seiner Rolle als Cheftrainer des ASKÖ Köttmannsdorf. Direkt nach dem Schlusspfiff ließ „Neno” die Bombe platzen: sofortiger Rücktritt, mit unmittelbarer Wirkung, kein langes Drumherum. Überraschender kann ein Abgang im Amateurfußball kaum sein.
Dankbarkeit trotz Schock
Der Verein reagierte mit einer Mischung aus Verblüffung und Fassung. Man sei mit Pavicevics Arbeit rundum zufrieden gewesen – und das war keine Höflichkeitsfloskel. Besonders im Nachwuchsbereich hinterließ der scheidende Coach sichtbare Fußabdrücke: Junge Spieler wurden unter seiner Regie spürbar weiterentwickelt. Dennoch: Der Wunsch des Trainers wurde respektiert. Ein Dankeschön, ein Händedruck – und Neno zieht seiner Wege. Chapeau für den fairen Umgang auf beiden Seiten.
Doppelte Rochade in der Vereinsführung
Als wäre ein Trainerwechsel mitten in der Saison nicht genug Aufregung, gibt es auch in der sportlichen Leitung einen Wechsel. Mathias Tschofen tritt kürzer – nicht aus mangelndem Herzblut, sondern weil das Leben außerhalb des Fußballplatzes schlicht zu laut geworden ist. Als Regionalgeschäftsführer bei Metro steht eine beruflich bedeutsame Veränderung an, der er sich mit voller Kraft widmen will. Ein weinendes Auge, aber ein vernünftiger Entschluss.
Thomas Weratschnig übernimmt die sportliche Leitung – und das zu einem denkbar ungemütlichen Zeitpunkt. Der Mann, der nebenbei noch als stellvertretender Obmann und stellvertretender Sektionsleiter fungiert, darf sich gleich mit der heißesten Kartoffel befassen: Trainersuche, sofort, bitte.
Weratschnig im Krisenmodus – aber mit kühlem Kopf
Der neue sportliche Leiter macht aus seiner Überraschung keinen Hehl: Man hatte mit Pavicevic bereits für die kommende Saison geplant, Transfers besprochen, Weichen gestellt. Und dann das. Doch Weratschnig gibt sich pragmatisch und klar in seiner Ansage – kein Notnagel für die verbleibenden sechs Partien. Gesucht wird jemand, mit dem Köttmannsdorf langfristig planen kann. Bis dahin übernimmt der Co-Trainer das Ruder im Training – solide Lösung, keine Panik.
Fazit: Sturm im Kärntner Unterhaus
Was bleibt? Ein Verein, der innerhalb weniger Stunden Trainer und sportlichen Leiter verloren hat – und trotzdem geordnet reagiert. Das verdient Respekt. Jetzt liegt es an Weratschnig, die richtigen Weichen zu stellen. Die Uhr tickt, die letzten Saisonspiele warten, und irgendwo da draußen sitzt hoffentlich der Trainer, der Lust auf Köttmannsdorf hat.
Wer soll den Trainerstuhl in Köttmannsdorf übernehmen – und traut ihr dem Verein zu, die Saison noch stark zu Ende zu bringen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare! 👇





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