Nach dem Viertelfinale-Debakel gegen Pustertal trennt sich der EC Red Bull Salzburg vom kanadischen Head Coach.
Der EC Red Bull Salzburg hat die Konsequenzen gezogen: Head Coach Manny Viveiros muss den Klub verlassen. Das gab der Serienmeister am Mittwoch bekannt – und die Entscheidung überrascht nach einer desaströsen Playoff-Pleite kaum jemanden.
Platz drei im Grunddurchgang, dann ein glattes 0:4 im Viertelfinale gegen Falkensteiner Pustertal – das sind keine Zahlen, mit denen ein Traditionsklub wie Salzburg in die Sommerpause geht. Die sportliche Leitung hat ausgewertet, analysiert und die einzig logische Konsequenz gezogen.
DIE SAISON IN ZAHLEN
Hintergrund
Der 60-jährige Kanadier hatte im Sommer 2025 die Salzburger Bank übernommen – kein Unbekannter in Österreich, hatte er doch bereits bis 2014 im heimischen Eishockey gearbeitet. Die Erwartungen waren hoch, der Kader nach Eigenaussage der Klubführung bestens besetzt. Doch auf dem Eis zündete das Feuerwerk nie so richtig.
Ein dritter Platz im Grunddurchgang wäre für die meisten Klubs kein Grund zur Panik – für den EC Red Bull Salzburg aber schon. Und dann das Playoff-Kapitel: Vier Spiele, vier Niederlagen. Pustertal fegte die Bullen kaltblütig aus der Halle. Trainerentlassung war damit nur noch Formsache.
„Wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht. Nach den gezeigten Leistungen der unserer Meinung nach topbesetzten Mannschaft und einer eingehenden Analyse sind wir aber zu dem Schluss gekommen, die Zusammenarbeit mit unserem Head Coach zu beenden.”
— Helmut Schlögl, Managing Director Pro
Schlögl ließ keinen Zweifel daran, dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden – betonte dabei aber gleichzeitig den Respekt gegenüber Viveiros und dessen täglichem Einsatz für die Organisation. Ein sauberer Abschied, aber ein klares Signal: So weiter geht es nicht.
Wie geht’s weiter?
Die Suche nach einem Nachfolger dürfte in Salzburg bereits laufen. Die Bullen haben Ansprüche – und die Ressourcen, um einen Toptrainer zu verpflichten. Die kommende Saison muss eine Reaktion werden. Fans und Liga werden genau hinschauen, wer die neue Stimme hinter der Bande wird.
FAZIT: Eine Saison zum Vergessen endet mit dem erwartbaren Personalschnitt. Salzburg braucht frischen Wind – und einen Coach, der aus einem topbesetzten Kader auch eine Topmannschaft macht. Die Messlatte liegt hoch, die Erwartungen für 2026/27 auch.






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