Kuster bleibt – und wird mächtiger

Marcel Kuster macht nicht nur weiter, er macht mehr. Der Trainer des ATUS Velden hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert und übernimmt gemeinsam mit Hannes Teppan künftig auch die sportliche Leitung. Coach und Sportdirektor in Personalunion – klingt nach viel, ist bei Kuster aber wohl kalkuliert. Wer den Mann kennt, weiß: Der macht das nicht aus Eitelkeit, sondern weil er weiß, was er will.

Kofler – der Veldener durch und durch
Alexander Kofler, Ex-Bundesliga-Tormann ist seit Jahren wieder bei seinem Heimatverein ATUS Velden – und genau das macht seine neue Rolle so stimmig. Der erfahrene Schlussmann rückt künftig als Co-Trainer von Kuster ins Trainerteam vor, steht aber weiterhin als dritte Torhüter-Option bereit. In der abgelaufenen Saison stand er in 15 von 27 Spielen im Tor, Marko Soldo übernahm die restlichen zwölf. Wer einst in der Bundesliga erfolgreich das Tor hütete, hat der Abwehr einer Regionalligamannschaft sicher das eine oder andere beizubringen.
Kopeinig kommt – Velden rüstet offensiv auf
Stürmer Marcel Kopeinig verlässt den SV Wildon und schlägt seine Zelte am Wörthersee auf. Ein Angreifer der mit Kapfenberg auch in der 2. Liga kickte, weiß, wo das Tor steht – genau die Qualität, die Velden für den nächsten Schritt braucht. Die Kaderzusammenstellung zeigt: Hier wird nicht gewürfelt, hier wird gezielt eingekauft.

Nachwuchs mit System – kein Lippenbekenntnis
Das vielleicht interessanteste Detail steckt hinter den Kulissen. Kuster koordiniert künftig beide Trainerteams – die Kampfmannschaft und die Juniors, wo Christoph Rabitsch als Trainer und Jonas Warmuth als spielender Co-Trainer fungieren. Ausgewählte Talente sollen abwechselnd mit der Regionalliga-Truppe trainieren und so behutsam an das große Geschäft herangeführt werden. Das ist kein PR-Gag, sondern echter Strukturaufbau – und genau das unterscheidet ambitionierte Vereine von jenen, die nur von Ambitionen reden.
Kärntens aufstrebende Nummer drei
Nach WAC und Austria Klagenfurt hat sich ATUS Velden in den vergangenen Jahren zur unangefochtenen dritten Kraft im Kärntner Fußball hochgearbeitet. Kein Strohfeuer, kein Zufallsprodukt – sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit. Die Strukturen, die jetzt geschaffen werden, klingen nicht nach Verwaltung des Erreichten. Die klingen nach mehr. Ob Velden irgendwann tatsächlich an die großen Kärntner Klubs heranrückt, bleibt abzuwarten – aber den Grundstein dafür legt man gerade mit Akribie.
Glaubt ihr, Velden kann den Abstand zu WAC und Austria Klagenfurt mittelfristig verkürzen – oder ist die Lücke noch zu groß? Schreibt’s in die Kommentare!






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