Der TSV Egger Glas Hartberg macht was, das in der modernen Fußballwelt seltener wird als ein Elfmeter ohne Videobeweis: Man holt einfach jemanden zurück, dem man vertraut. Markus Schopp, 52, tritt seine bereits dritte Amtszeit als Cheftrainer der Oststeirer an – und übernimmt diesmal auch den Posten des Technischen Direktors. Herzlich willkommen in der Ära Schopp 3.0.
Drei Mal ist Hartberger Recht
Was andere Klubs mit fünf verschiedenen Trainern in zwei Jahren versuchen zu lösen, erledigt Hartberg auf seine eigene, fast schon rührend pragmatische Art: Schopp rein, Problem weg. Der Grazer war bereits von 2018 bis 2021 an der Seitenlinie und kehrte Ende 2022 zurück, bevor er im Herbst 2024 wieder ging. Jetzt ist er wieder da – mit langfristigem Vertrag und dem Segen aller Beteiligten. Das nennt man entweder große Loyalität oder eine sehr kurze Kontaktliste. Wahrscheinlich beides.
Erfolge, die für sich sprechen
Wer denkt, das sei bloß Nostalgie, irrt gewaltig. Unter Schopp holte Hartberg in der Saison 2019/20 einen internationalen Startplatz – über die Meistergruppe und das Europa-League-Play-off, wohlgemerkt. Und 2023/24 legte man mit dem fünften Platz in der Meistergruppe sowie der besten Punkteausbeute der Vereinsgeschichte nach. Kein schlechter Lebenslauf für einen Klub aus der Oststeiermark.
Österreich zuerst – eine klare Philosophie
Schopp selbst macht keinen Hehl daraus, warum er Ja gesagt hat: Die Konzepte stimmen. Hartberg setzt auf heimische Talente und österreichische Spieler als Fundament – ein Ansatz, der in Zeiten von Söldnerkadern und Transferwahnsinn fast schon revolutionär wirkt. Schopp kauft das. Und Hartberg kauft Schopp. Win-win, könnte man sagen.
Vereinsführung außer sich vor Freude
Obmann Erich Korherr schwärmt, Präsidentin Brigitte Annerl schwärmt noch mehr – und irgendwie wirkt das alles so, als würde hier ein alter Freund zum Abendessen zurückkehren, der beim letzten Besuch auch noch den Abwasch gemacht hat. Die Wertschätzung ist jedenfalls echt: „Er kennt den Verein wie seine Westentasche”, sagt Korherr. Und Annerl betont die menschliche Seite – Leidenschaft, Klarheit, Identifikation. Klingt nach jemandem, dem Hartberg mehr ist als nur ein Job.
Pressekonferenz am Donnerstag
Die offizielle Vorstellung steigt morgen, Donnerstag den 21. Mai, um 13:30 Uhr in der Profertil Arena Hartberg. Korherr und Schopp stehen für Fragen bereit – man darf gespannt sein, welche Pläne der Neo-Chefcoach für die kommende Saison skizziert.
Was meint ihr: Ist die Rückkehr von Schopp der richtige Schritt für Hartberg – oder braucht es irgendwann auch mal frischen Wind von außen? Schreibt es in die Kommentare!





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