Der Heimkehrer – mit echter Vita
Große Ankündigung in Köttmannsdorf: Patrick Striednig übernimmt ab Sommer die Kampfmannschaft. Eine Rückkehr an altbekannte Wirkungsstätte – von 2020 bis 2023 trug er selbst das Trikot des ASKÖ. Davor führte sein Weg als Spieler quer durch den Kärntner Fußball: Villacher SV, Annabichler SV, Feldkirchen, Kraig – der Mann kennt die Region wie seine Westentasche.
Lehrjahre, die sich auszahlten
Striednigs Trainerweg begann mit einem kurzen Abstecher als Co-Trainer beim SK Treibach unter Karl Schweighofer – drei Monate, Schule gemacht, weitergezogen. Ab Januar 2024 sammelte er als Co-Trainer unter Klaus Thuller bei SK Maria Saal weiteres Rüstzeug. Und dann kam der Moment: Co-Striednig übernahm laut KFV Webseite unter Fabian Miesenböck das Chefamt – und lieferte. Aufstieg in die Unterliga Ost, Meistertitel, Mission erfüllt. Eigene Verantwortung, eigener Erfolg.
Das kleine Aber – Blick auf die aktuelle Tabelle
Wer ganz genau hinschaut, der entdeckt eine unbequeme Fußnote: Maria Saal rangiert in der laufenden Unterliga-Ost-Saison auf Platz 12 von 14 – mit 23 Punkten, 14 Niederlagen und einem Torverhältnis von 46:67. Noch kein Glanzzeugnis.
Was Köttmannsdorf jetzt bekommt
Der Verein holt sich einen Trainer mit nachgewiesenem Aufstiegserfolg, regionaler Verwurzelung und dem richtigen Hunger – aber eben auch einen, dessen aktuelle Station sportlich unter Druck steht. Das muss kein Widerspruch sein, sollte aber ehrlich benannt werden. Potenzial ist vorhanden, die Bewährungsprobe steht noch aus.
Pflichtaufgabe Lizenz – da führt kein Weg vorbei
Und dann wäre da noch eine ganz praktische Kleinigkeit, die in der Vereinsmeldung geflissentlich unerwähnt blieb: Striednig besitzt derzeit lediglich die C-Lizenz. Für die Kärntner Liga ist jedoch die UEFA B-Lizenz Pflicht. Heißt im Klartext: Bevor er überhaupt offiziell auf der Bank sitzen darf, muss er den Lehrgang noch nachholen. Kein Drama, kein unlösbares Problem – aber eben auch kein Detail, das man in einer „wegweisenden Personalentscheidung” einfach unterschlagen sollte. Die B-Lizenz wartet, und Striednig wird sie machen müssen. Hausaufgaben erledigen, dann ab auf die Bank!
Laut Angaben von Sportchef Thomas Weratschnig wird Patrick Striednig ab Juli im Burgenland die Prüfungen zur UEFA-B-Lizenz absolvieren.
Erwartungen? Mit Vorbehalt berechtigt!
Die Kärntner Liga ist eine andere Hausnummer als die Unterliga. Die Gegner sind abgezockter, die Fehlertoleranz kleiner. Striednig bringt die richtige Mentalität und kennt den Verein – das sind echte Pluspunkte. Ob er aber der Mann ist, der Köttmannsdorf langfristig in ruhigere Fahrwasser führt, wird sich erst auf dem Platz zeigen. Der Vorschuss an Vertrauen ist verdient – aber kein Freifahrtschein.
Wie seht ihr das? Mutige Entscheidung oder kalkuliertes Risiko? Schreibt eure Meinung in die Kommentare! ⬇️






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