Ein Mann aus Granit – und Zahlen, die knallen
Udo Gasser, 40, Innenverteidiger von Beruf und Legende aus Überzeugung: Laut ÖFB seit 2006 607 Pflichtspiele, 98 Treffer, satte 51.248 Einsatzminuten. Dazu 127 Gelbe, 9 Gelb-Rote und 3 Rote – kurz: eine Karriere mit Kanten. Seit 2013 lief er 236 Mal für den FC ASKÖ Gmünd in der Kärntner Liga auf. Jetzt schreibt Gasser weiter – aber an der Seitenlinie.
Obwohl er seine Karriere 2022/23 nach einer Knieverletzung offiziell beendet hatte, sprang er wegen Personalmangels immer wieder ein. Sein letztes Spiel: die 26. Runde der Saison 2024/25 in der Unterliga West beim 0:6 von Gmünd in Thal/Assling – er kam zur Halbzeit ins Spiel.
Das Spiel, das Gmünd nicht vergisst
ÖFB-Cup, 2. Runde, 17.10.2020: Gmünd gegen den Bundesligisten TSV Hartberg, 3:4 n. V. – und Gasser mittendrin mit einem Doppelpack als Kapitän. So spielen Anführer: Vorne genetzt, hinten geackert. Diese Partie bleibt in Gmünds Vereinschronik fett markiert.
Vom Abwehrchef zum Co-Chef
Zuletzt war er im Betreuerteam vom Gmünd in der Unterliga West, jetzt wechselt der gebürtige Fresacher als Co-Trainer zum FC Lendorf in die Kärntner Liga. Dort wartet „Trainervulkan“ Christoph Morgenstern – und Gasser bringt die Ruhe eines Alpenmassivs mit. Der Plan: Feuer und Eis auf der Bank, klare Kante am Trainingsplatz. Zusätzlich übernimmt er auch die U17 des FC Lendorf.
Gmünd gibt grünes Licht – und behält sein Herzstück
Wichtig für alle, die Gerüchte lieben: Beim ASKÖ Gmünd bleibt Rudi Schönherr Cheftrainer. Unter der Woche packt Co Arno Krall kräftig mit an; Abschlusstraining und Aufstellung stemmen Schönherr und Krall gemeinsam. Obfrau Tamara Krammer stellt klar: Man ist mit Kralls Einsatz hochzufrieden – er entlastet den Chef enorm. Und Gasser? Der bleibt dem Verein als Nachwuchsleiter erhalten. Win-win für beide Klubs.
Ein Lebenslauf wie eine Landkarte
Fresach, Spittal, Lendorf, VSV – und seit 2013 Gmünd, wohin ihn einst die Liebe führte. Heute lebt und arbeitet der zweifache Vater in Gmünd, bleibt dem Nachwuchs treu und schiebt parallel die Lendorf-Mission an. Vor einem halben Jahr hängte er die Schuhe an den Nagel – bewusst, „gesund und ohne Blessuren“ sollte Schluss sein. Vernunft ist eben auch eine Spitzenqualität.
Was Lendorf jetzt bekommt
Einen Co-Trainer mit Spielerverstand, Kabinen-Autorität und Taktik-Feinsinn. Einer, der die Liga kennt wie seine Schuhgröße, Standards liebt und jungen Spielern klar sagt, was Sache ist. Kurz: ein Upgrade für jede Trainingseinheit – und ein Ruhepol, wenn’s am Spielfeldrand mal brodelt.
Und Gmünd?
Behält Stabilität, Klartext und Kontinuität. Der Nachwuchs hat weiterhin seinen Chef, die Kampfmannschaft ihr eingespieltes Trainerduo. Klingt unspektakulär – ist für Erfolg aber Gold wert.
Euer Pfiff zum Schluss
Wie seht ihr Gassers Doppelrolle: perfekter Spagat oder Drahtseilakt? Ab in die Kommentare – wir sind gespannt auf eure Meinung!










