Wer am Freitagabend beim SV Wildon auf einen Spaziergang der Kurstädter hofft, dürfte enttäuscht werden. Denn was da in der Hinrunde noch ein glattes 4:0 für den SK Treibach war, ist inzwischen eine ganz andere Baustelle – mit deutlich schwererem Gerät.
Wildon: Vom Aufsteiger zum Aufrüttler
Die Steirer haben den Winter nicht zum Schneeschaufeln, sondern zum Aufrüsten genutzt. Neue Spieler, neue Energie – und plötzlich ist Wildon alles andere als Kanonenfutter. Zwar steht der Klub noch immer auf einem Abstiegsplatz, doch mit 11 Punkten aus der Rückrunde haben die Wildoner einen mehr geholt als die zuletzt sehr erfolgreichen Treibacher.
Stefan Weitensfelder, Sportchef des SK Treibach, warnt daher zu Recht:
„Das wird ein ganz schweres Auswärtsspiel. Wildon hat sich im Winter massiv verstärkt – mit der Hinrunde ist diese Mannschaft nicht mehr zu vergleichen!“
Die Kurstädter: Rückenwind ja, Übermut nein
Zwei Siege in Serie sprechen eine klare Sprache: Treibach ist im Flow. Die Mannschaft zeigt sich wieder stabiler, effektiver – und treffsicherer. Vor allem ein Mann hat sich zuletzt ins Rampenlicht geschossen: Nikolaos Kokkas, erst 20 Jahre jung, in St. Veit geboren und in den letzten Wochen auffälliger als Ian Jules in seinem Faschingskostüm. Zwei Tore, viel Tempo, enorme Präsenz – der offensive Mittelfeldspieler könnte auch gegen Wildon wieder der Joker auf dem Spielfeld sein.
Dazu kommt: Anej Kmetic ist wieder fit, das Lazarett hat sich geleert und bis auf den gesperrten Marius Maierhofer kann Trainer Karl Schweighofer auf den vollen Kader zurückgreifen.
Punkten oder Zittern – das ist hier die Frage
Weitensfelder bringt es auf den Punkt:
„Man sieht, dass viele Mannschaften im unteren Bereich derzeit punkten. Das wird bis zum Schluss extrem spannend. Ein Punktgewinn heute wäre daher extrem wichtig.“
Und genau das ist der Knackpunkt: Noch sind es sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze – aber mit einer Niederlage in Wildon kann sich das Tabellenbild schneller ändern als ein Aprilwetter in Kärnten.
Anstoß zur Wahrheit
Wenn um 19:00 Uhr im Stadion Wildon der Ball rollt, steht für den SK Treibach mehr auf dem Spiel als bloß die nächste Serie. Es geht um Stabilität, um Abstand nach unten – und ein kleines bisschen auch um Reife. Wer hier punktet, beweist nicht nur Form, sondern auch Nerven.
Bleibt die Frage: Holt Treibach den dritten Dreier in Folge – oder zieht Wildon das nächste Kellerkind nach unten?
Was glaubt ihr: Setzt sich der SK Treibach in der Steiermark durch oder wird der SV Wildon zum Stolperstein?







