Pfeifer geht – weil’s ihm zu gut läuft
Manchmal ist Erfolg die ehrlichste Ausrede. Thomas Pfeifer, nicht wie von ORF Kärnten berichtet Thomas Pfeffer verlässt den Vorstand des EC iDM Wärmepumpen VSV – nicht etwa wegen Differenzen oder sportlicher Enttäuschungen, sondern weil sein eigenes Unternehmen derzeit durch die Decke geht. Chapeau für die Ehrlichkeit! Seine bisherigen Nachwuchsaufgaben im Gremium schnappen sich künftig Marc Baumann, der damit in große Fußstapfen tritt.
Winkler wechselt die Rolle – Herzog übernimmt das Zepter
Auch an der Vereinsspitze dreht sich das Karussell. Martin Winkler, bislang Obmann, legt diesen Hut bewusst ab – trägt künftig aber gleich zwei neue: Als Geschäftsführer der EC VSV GmbH und neuer Finanzvorstand bleibt er dem Verein tief verwurzelt, nur eben mit anderem Fokus. Den Obmann-Sessel übernimmt Manfred Herzog, Miteigentümer der Engel Apotheke in Villach. Ein Mann, dessen Blut seit mehr als vier Jahrzehnten in Blau-Weiß fließt – und der dem Verein ohnehin schon längst kein Fremder mehr war. Winkler bringt es auf den Punkt: Man habe mit Herzog eine Persönlichkeit aus der Privatwirtschaft gewinnen können, die dem Klub seit Jahrzehnten mit vollem Herzen verbunden sei.
Hohenberger: Raus aus der Sportleitung, rein ins Netzwerken
Pikanter ist die Personalie rund um Herbert Hohenberger. Der bisherige Sportliche Leiter der EC VSV GmbH wird von dieser Funktion entbunden – offiziell im gegenseitigen Einvernehmen, wie es so schön heißt. Hohenberger widmet sich fortan dem Team-Management, der Sponsorenakquise und der Partnerpflege. Klingt nach einer sanften Umschichtung mit diplomatischem Unterton. Die sportliche Führungsverantwortung teilen sich künftig Trainerteam und Geschäftsführung gemeinsam – ein Modell, das entweder für Synergien sorgt oder für ordentlich Gesprächsstoff in der Kabine.
Frischer Wind im Kasten – Avsenik wird neuer Tormann-Trainer
Eine echte Heimkehr gibt’s obendrauf: Urban Avsenik kehrt als neuer Tormann-Trainer zur Kampfmannschaft zurück – einst selbst als Nachwuchs-Goalie in Villach aktiv, später Schüler der erfolgreichen Schule von Ex-VSV-Keepertrainer Markus Kerschbaumer. Avsenik bringt internationale Erfahrung von HDD Jesenice, dem Kitzbüheler EC und dem slowenischen Nationalteam mit. Zuletzt arbeitete er in der ALPS Hockey League eng mit Co-Trainer Marco Pewal zusammen – eine Zusammenarbeit, die offenbar Früchte getragen hat und nun beim VSV ihre Fortsetzung findet.
Gerüchteküche brodelt: Trainerteam soll auch den Nachwuchs im Griff haben
Achtung: Der folgende Abschnitt basiert auf unbestätigten Informationen aus dem VSV-Umfeld. Eine offizielle Stellungnahme des Vereins liegt dazu nicht vor.
Während die Tinte unter den offiziellen Meldungen noch kaum getrocknet ist, macht in Villacher Eishockey-Kreisen bereits das nächste Gerücht die Runde – und das hat es in sich. Angeblich soll künftig das Profi-Trainerteam rund um Headcoach Pierre Allard das sportliche Konzept nicht nur für die Kampfmannschaft, sondern auch für den gesamten Nachwuchsbereich vorgeben. Die kolportierte Aufteilung: Darius Aalai übernimmt die Verantwortung für die U14 und jüngere Jahrgänge, Co-Trainer Marco Pewal zeichnet für die U16 aufwärts verantwortlich.
Klingt ambitioniert – oder je nach Perspektive schlicht nach zu viel auf einmal. Aus dem Vereinsumfeld ist jedenfalls bereits skeptische Zurückhaltung zu vernehmen. Die Frage, ob ein Trainerteam, das in erster Linie für das Profiteam verantwortlich zeichnet, nebenbei auch noch die gesamte Nachwuchsphilosophie eines Klubs stemmen kann, ist mehr als berechtigt. Pewal und Allard sind zweifellos starke Trainerpersönlichkeiten – aber selbst die besten Coaches haben nur 24 Stunden am Tag.
Der VSV hat diese Pläne bislang weder bestätigt noch dementiert. Darius “Daze” Aalai war heute leider telefonisch dazu noch nicht erreichbar. Wir bleiben dran.
Reicht ein Umbau im Büro, wenn’s auf dem Eis brennt?
Die Adler aus Villach haben in den vergangenen Saisonen sportlich nicht gerade für Jubelstürme gesorgt. Die Ergebnisse blieben überschaubar, die Erwartungen wurden selten erfüllt – und nun reagiert der Verein mit einem Umbau in der Führungsetage. Neue Gesichter im Vorstand, ein anderes Modell in der Sportleitung. Das klingt nach Aufbruch. Aber ändert ein frisch gestrichenes Büroschild wirklich etwas daran, was auf dem Eis passiert? Strukturen sind wichtig – keine Frage. Doch am Ende des Tages zählen Punkte, Siege und Play-off-Momente, nicht Organigramme.
Die echte Nagelprobe kommt mit der neuen Saison. Bis dahin bleibt die Frage offen:
Glaubt ihr, dass die personellen Änderungen in der Führung wirklich ausreichen, um den VSV wieder in die Erfolgsspur zu bringen – oder braucht es deutlich mehr als ein paar neue Titel auf Visitenkarten? Und was haltet ihr von den Gerüchten rund um die Nachwuchsstruktur – sinnvoller Ansatz oder eine Nummer zu groß gedacht? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!





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