Padel erobert Kärnten: Jungunternehmer bringt Trendsport an den Millstätter See Padeltennis ist auf dem Vormarsch – und erreicht nun auch Kärnten. Einer der treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung ist David Hofer. Der 29-jährige Lehrer für Mathematik und Sport unterrichtet in Graz, lebt jedoch in Seeboden, wo er mit viel Eigeninitiative die Firma „Lakeside Padel“ gegründet hat.
Zwei Padel-Käfige im Klauberpark
Auf der Multisportanlage Klauberpark eröffnete Hofer zwei sogenannte Padel-Käfige – umzäunte Spielfelder, die speziell für diese dynamische Sportart konzipiert sind. Solange es das Wetter zulässt, können die Plätze stundenweise gemietet werden. Der Preis liegt bei 28 Euro pro Stunde, und das Angebot wird gut angenommen. „Der Start ist sehr positiv. Die Nachfrage zeigt, dass das Interesse da ist“, sagt Hofer.
So funktioniert Padel
Padel ist eine Rückschlagsportart, die Elemente aus Tennis und Squash vereint. Gespielt wird meist im Doppel auf einem kleineren Feld, das von Glas- und Gitterwänden umgeben ist. Diese dürfen aktiv in das Spiel einbezogen werden. Dadurch entstehen längere Ballwechsel und ein sehr dynamischer Spielfluss.
Einstieg mit Steilpass, Niveau mit Taktik
Zum Padeltennis kam Hofer selbst vor rund fünf Jahren. Besonders schätzt er die niedrige Einstiegshürde: „Im Vergleich zu Tennis ist Padel deutlich leichter zu erlernen. Die Lernkurve ist steil, man hat schnell Erfolgserlebnisse.“ Gleichzeitig wird Padel auf höherem Niveau sehr taktisch. Positionierung, Spielaufbau und das Lesen des Gegners sind entscheidend.
Österreich boomt, Kärnten mit Potenzial
International boomt der Sport vor allem in Spanien und Italien. Auch in Österreich wächst die Szene stark, mit Hochburgen in Graz und im Raum Wien. In Kärnten ist die Szene noch überschaubar, bietet jedoch viel Potenzial. „Ich bin überzeugt, dass Padel keine Trendsportart ist, sondern gekommen ist, um zu bleiben“, sagt Hofer.
Gerüchteküche & Hallenfragen
Aktuell machen zudem Gerüchte die Runde, wonach es bereits Gespräche mit dem Bürgermeister von Radenthein gegeben haben soll. Offiziell bestätigt ist nichts. Zu Spekulationen, Padel künftig auch in der Nockhalle zu verankern, wollte sich Hofer nicht äußern – Diplomatie in Reinform. Der Blick über die Landesgrenzen zeigt den Trend zur Halle allerdings deutlich: In Frohnleiten soll nach dieser Saison die Eishalle zur Padel-Location umgebaut werden. Ein Fingerzeig, wohin die Reise gehen könnte – ganzjährig spielen, Wetter aus dem Spiel nehmen, Szene pushen.
Bild von Jonas










