Black Wings drücken beim Umbau aufs Tempo
Die Steinbach Black Wings Linz treiben ihren Kaderumbau weiter konsequent voran. Nach weiteren Überlegungen steht nun fest: Auch Logan Roe und Yohann Auvitu werden in der kommenden Saison nicht mehr in die Stahlstadt zurückkehren. Damit setzen die Oberösterreicher ihren personellen Neustart mit Nachdruck fort – und zeigen ziemlich deutlich, dass man die vergangenen Monate nicht einfach mit einem Achselzucken abhaken will.
Roe-Abgang trifft ins Herz der Defensive
Vor allem der Abschied von Logan Roe hat Gewicht. Vier Jahre lang war der US-Amerikaner so etwas wie der Dauerbrenner in der Linzer Abwehr – robust, verlässlich und mit starkem Einfluss nach vorne. In 222 Ligaeinsätzen sammelte der 34-Jährige 135 direkte Torbeteiligungen und traf selbst 35-mal. Zahlen, die für einen Verteidiger nicht nur ordentlich sind, sondern fast schon nach einer kleinen Frechheit für gegnerische Defensivreihen klingen. Gleichzeitig blieb aber auch Roe nicht von den Problemen der letzten Saison verschont. Die wackelige Linzer Defensive ließ selbst einen Führungsspieler wie ihn am Ende eher mit offenen Fragen als mit offenen Armen zurück. Die Konsequenz: Kein neues Vertragsangebot, neuer Mann fürs erste Verteidigerpaar gesucht.
Auvitu bleibt nur eine Winter-Episode
Bei Yohann Auvitu liest sich die Geschichte deutlich kürzer. Der französische Nationalspieler war rund um die Weihnachtszeit als Reaktion auf mehrere Ausfälle nach Linz gekommen und sollte Stabilität sowie Erfahrung bringen. In 21 Spielen gelangen dem Verteidiger 13 Assists und ein Tor – also durchaus ein Beitrag, der sich sehen lassen kann. Trotzdem endet sein Gastspiel mit dem Auslaufen seines Vertrags Ende April schon wieder. Man könnte auch sagen: solide geliefert, aber nicht genug für eine Fortsetzung.
Linz sendet ein klares Signal
Die Entscheidung ist ein weiterer Hinweis darauf, wie ernst die Black Wings die Neuausrichtung nehmen. Roe war eine prägende Figur, Auvitu eine erfahrene Soforthilfe – beide sind nun Teil der Vergangenheit. Im aktuellen Stand des Kaders für 2026/27 finden sich bislang unter anderem Martin Reder im Tor, mehrere Defensiv- und Offensivkräfte sowie das Trainerteam um Philipp Lukas. Auf der Abgangsseite wird die Liste derweil immer länger. Linz setzt also nicht auf Kosmetik, sondern auf einen echten Umbau. Und der hat bekanntlich selten etwas mit Romantik zu tun.
Dankesworte zum Abschied – und viele offene Fragen
Der Klub bedankt sich bei beiden Spielern für ihren Einsatz und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft. Das gehört sich so, ist sauber formuliert und sportlich fair. Spannender ist allerdings die Frage, was nun nachkommt. Denn wer zwei Legionärspositionen in der Defensive freimacht, muss in der Transferzeit auch Qualität nachlegen – sonst wird aus dem Neustart schnell ein Baustellenbericht mit Schlittschuhen.
Was sagt ihr zu den nächsten Trennungen bei den Black Wings – mutiger Umbruch oder riskantes Spiel? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!






Discussion about this post